Stadt Bayreuth

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20.07.2007

Ein neues Integrationskonzept für Bayreuth

Die Stadt Bayreuth geht bei ihrer Integrationspolitik organisatorisch und konzeptionell neue Wege: Wie Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl mitteilt, wurde im Rathaus ein neues Amt für Integration unter der Leitung des langjährigen städtischen Aussiedlerbeauftragten, Oberamtsrat Gerhard Eggert, geschaffen. Seine Aufgabe wird es sein, unter Einbeziehung all jener Institutionen, die sich in Bayreuth der Integra-tionsarbeit widmen, ein neues städtisches Eingliederungskonzept zu entwickeln. Bayreuth übernimmt damit eine Vorreiterrolle in Oberfranken.

“Die erfolgreiche und schnelle Integration von Spätaussiedlern und Ausländern war seit jeher eines der vorrangigen Ziele der Stadt”, betont der Oberbürgermeister. Mit der Bestellung einer Ausländerbeauftragten und eines Aussiedlerbeauftragten habe man daher bereits vor vielen Jahren erste personelle Weichen gestellt. Dieser Ansatz soll nun durch die Errichtung des neues Amts für Integration weiter vertieft werden. Als gesamtstädtische Querschnittsaufgabe wird der Bereich der Integration zur Chefsache und im Zuständigkeitsbereich des Oberbürgermeisters geführt.

Die Stadt Bayreuth, so Dr. Hohl weiter, leiste seit Jahren eine effektive Integrationspolitik und unterstütze die Angebote und Leistungen anderer Institutionen vor Ort in vielfältiger Weise nicht nur finanziell, sondern auch mit Rat und Tat. Neben den städtischen Leistungen sind in den vergangenen Jahren durch andere Integrationsträger viele Initiativen, Projekte und Maßnahmen entstanden, die in ihrer Gesamtheit die Lebensbedingungen der verschiedenen Migrantengruppen in Bayreuth erheblich verbessert haben.

Unter Federführung der neuen städtischen Dienststelle soll nun im Dialog mit jenen Institutionen, die sich in Bayreuth mit der Integrationsarbeit befassen, ein neues städtisches Eingliederungskonzept erarbeitet werden. Dabei gilt es, die vorhandenen Ressourcen zu bündeln und durch neue Angebote zu optimieren. Die Pflege bereits bestehender Netzwerke und ihr weiterer Ausbau hat hierbei oberste Priorität.

Inzwischen wurde in Regie des neuen Integrationsamtes eine Steuerungsgruppe gebildet, die sich aus Vertretern des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, der Regierung von Oberfranken, des Caritas-Verbandes Bayreuth, der Universität und des Vereins Horizonte zusammensetzt und in der auch die städtische Ausländerbeauftragte mit dabei ist. Die Steuerungsgruppe hat bereits Handlungsfelder und zentrale Themen für das neue Integrationskonzept für Bayreuth definiert. Diese reichen von der sprachlichen und beruflichen Integration bis hin zu Fragen der Wirtschaft und Arbeit sowie der kulturellen und sozialen Eingliederung und sollen nun in einem weiteren Schritt vertieft werden.

Besonders annehmen will sich das neue Amt für Integration der besseren Eingliederung von Kindern und Jugendlichen, der interkulturellen Öffnung der Verwaltung und der wirksamen Nutzung des Potentials von Neuzuwanderern. Der Fachbereich Sozialgeografie der Universität Bayreuth hat bereits seine Mitarbeit bei der Erstellung eines neuen Integrationskonzeptes angeboten. Bei einer in Kürze beginnenden Fragenbogen-Aktion sollen die Probleme, Wün-sche und Anregungen von in Bayreuth lebenden Migranten abgefragt und von der Universität wissenschaftlich ausgewertet werden.