Stadt Bayreuth

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18.05.2010

Ein offenes Ohr für das Handwerk

Vertreter des Bayreuther Handwerks zu Gast bei Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl

Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl hat auch in diesem Jahr Vertreter des Bayreuther Handwerks zum Gedankenaustausch ins Neue Rathaus eingeladen.

Dabei lässt Dr. Hohl traditionsgemäß das vergangene Handwerker-Jahr aus städtischer Sicht Revue passieren. So konnte er vermelden, dass die Stadt auch 2009 bei ihren Bauvorhaben vorwiegend Firmen aus der Region beauftragen konnte. „Trotz knapper Kassen haben wir im letzten Jahr viel investiert und uns somit antizyklisch verhalten, um die Konjunktur in Bayreuth anzutreiben. Und auch in diesem Jahr haben wir uns ein stattliches Programm aufgelegt, das glücklicherweise zu einem großen Teil durch das Konjunkturpaket II der Bundesregierung gestützt wird.“

Das Handwerkergespräch dient dem Oberbürgermeister und den anwesenden Vertretern des städtischen Hoch- und Tiefbauamtes sowie Straßenverkehrsamtes außerdem dazu, Wünsche und Anregungen der Handwerker entgegen zu nehmen und offene Fragen zu klären. Bauchschmerzen bereite vor allem den Lebensmittlern die Zunahme an großen Discountern, die bei umliegenden Metzgereien und Bäckereien Umsatzeinbußen bis zu 30 Prozent verursachen. Dr. Hohl verwies in diesem Zusammenhang auf das Nahversorgungskonzept der Stadt. Dieses sehe vor, dass in allen Stadtteilen die Lebensmittelversorgung vor allem für ältere Menschen fußläufig erreichbar ist. Außerdem habe die Stadt keine rechtliche Handhabe, wenn der Discounter nicht größer als 800 Quadratmeter groß ist. „Wir können lediglich mit den Investoren reden und sie bitten, einen ansässigen Bäcker oder Metzger mit ins Boot zu nehmen, aber ob sie es dann tun, bleibt den Investoren überlassen. Wir dürfen keinen Konkurrenzschutz betreiben“, so das Stadtoberhaupt.

Weitere Themen an diesem Abend waren das beschränkte Ausschreibungsverfahren, mit dem sowohl das Handwerk als auch die Stadt zufrieden sind, da somit rund 92 Prozent der Aufträge in die Region vergeben werden konnten, sowie die erhöhte Gebühr für die Handwerkerkarte, die jedoch durch den besseren Service beim Straßenverkehrsamt wieder wett gemacht werde. Die Handwerker lobten hierbei vor allem die telefonische Sondergenehmigung und das direkte Ausstellen der Handwerkerkarte – beides spare Zeit und erhöhe die Flexibilität der Handwerker.

Zum Abschluss des Gesprächs zogen alle Beteiligten ein positives Resümee. „Sie wissen, dass Sie das ganze Jahr über an die Stadt herantreten können und wir immer ein offenes Ohr für das heimische Handwerk haben“, betonte Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl abschließend.