Stadt Bayreuth

22.07.2016

Ein Strukturprogramm für den Wirtschaftsraum Bayreuth

Wirtschaftskammern, Universität und Stadt erläutern Eckpunkte bei einem gemeinsamen Mediengespräch im Rathaus

Der von der Londoner Konzernzentrale angekündigte Stellenabbau beim Zigarettenhersteller BAT in Bayreuth ist ein herber Verlust für den Wirtschaftsstandort. Auf die Region Bayreuth kommt nun die Aufgabe zu, die mit der Schließung weiter Teile des Werkes verbundenen Aufgaben zu meistern. Bei einem gemeinsamen Pressegespräch im Rathaus haben Stadt, Universität und Wirtschaftskammern ein gemeinsames Strukturprogramm für den Erhalt und die Schaffung neuer Arbeitsplätze vorgestellt.

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Ziehen an einem Strang (von links): Thomas Zimmer, Präsident der Handwerkskammer für Oberfranken, Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe, Prof. Dr. Stefan Leible, Präsident der Universität Bayreuth, und Oliver Gießübel, Vize-Präsident der Industrie- und Handelskammer für Oberfranken Bayreuth.

Die Region Bayreuth will dem massiven Stellenabbau bei British American Tobacco (BAT) ein millionenschweres Innovationsprogramm entgegensetzen, um die Wirtschaftskraft zu sichern. Wirtschaft und Wissenschaft sollen stärker vernetzt, Gründer und Unternehmensnachfolger mehr unterstützt werden. Gemeinsam stellten Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe, Universitätspräsident Prof. Dr. Stefan Leible, der Vize-Präsident der IHK für Oberfranken, Oliver Gießübel, und der Präsident der Handwerkskammer für Oberfranken, Thomas Zimmer, die Eckpunkte des Papiers den Medien vor. Hierzu gehören die Themen Fachkräftegewinnung und Qualifizierung ebenso wie der Ausbau der Digitalisierung und die Förderung von Start-ups.

„Unser Ziel ist, Bayreuth durch Investitionen in Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung und Kultur attraktiv zu halten – für Unternehmen ebenso, wie für die Menschen, die hier leben“, so Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe. Durch den zu erwartenden Wegfall von  Gewerbesteuereinnahmen gestalte sich die finanzielle Situation der Stadt problematisch. Es bestehe die Gefahr, dass wichtige Infrastrukturprojekte nur noch schwer zu schultern sind. Die Stadt sei daher dringend auf die Unterstützung des Freistaats Bayern angewiesen, um die Standortqualität zu sichern.