Stadt Bayreuth

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30.10.2009

Eine Chance für die Ärmsten

Einzigartiges Projekt in der Herzogmühle

Raus aus der Obdachlosigkeit, rein in eine eigene Wohnung – das ist das erklärte Ziel des neuen Projektes „Chance“ in der Herzogmühle. Dabei geht es der Stadt darum, den Menschen, die obdachlos geworden und in der Herzogmühle untergebracht sind, zu helfen, so schnell wie möglich wieder in ein eigenes Zuhause zu gelangen. Die Stadt hat hierfür nun eine Kooperation mit der Diakonie Bayreuth ins Leben gerufen und ein Büro im Kindergarten Herzogmühle eingerichtet. In diesem Büro sitzt die Sozialpädagogin Brigitte Schmidt-Blick, die für die Betreuung des Projekts und als Ansprechpartnerin für die Menschen in der Herzogmühle zuständig ist.

Schmidt-Blicks Aufgaben bestehen vor allem darin, mit den Betroffenen zu sprechen, herauszufinden, warum sie obdachlos geworden sind, zu beraten und dann Wege zu finden, die einen baldigen Auszug aus der Herzogmühle ermöglichen. Dazu gehört unter anderem, dass sie den Menschen beim Beantragen von Grundsicherung, Pflegegeld und Ähnlichem hilft und sie dabei unterstützt, bestimmte Lebenslagen zu meistern, beispielsweise bei der Wohnungssuche, bei Umzug und Ausstattung der Wohnung. Dabei arbeitet die Sozialpädagogin eng mit den beteiligten städtischen Dienststellen zusammen, allen voran dem Allgemeinen Sozialdienst, dem Sozial- und Wohnungsamt, der Betreuungsstelle und dem Grundstücksamt, mit Institutionen, zum Beispiel der ARGE, den Wohlfahrtsverbänden oder Wohnungsbaugesellschaften, sowie mit anderen Beratungsstellen, wie Schuldner- oder Suchtberatung. Gespräche mit Vermietern und/oder Arbeitgebern sind ebenfalls notwendig.

Das Projekt ist vorläufig auf die Dauer von zwei Jahren mit Verlängerungsoption angelegt. Mit der Einrichtung einer solchen Fachdienststelle folgt die Stadt Bayreuth auch der Empfehlung des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK).