Stadt Bayreuth

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15.02.2008

Eine Kletterhalle für Bayreuth?

Deutscher Alpenverein und Stadt ziehen an einem Strang bei Projektierung eines Leistungszentrums

Können Bayreuther Kletterfreunde ihrem Sport schon in naher Zukunft in einer eigenen Indoorhalle nachgehen? Auf Initiative von Stadtrat Bruno Hauck kamen jetzt Vertreter des Deutschen Alpenvereins Sektion Bayreuth zu einem ersten Gespräch mit Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl und weiteren Vetretern der Stadtverwaltung ins Rathaus, um eben diese Option näher zu prüfen und geeignete Schritte auf dem Weg zur Realisierung einer Kletterhalle für Bayreuth abzustimmen.

Im Rahmen einer kurzen Präsentation erläuterte Wolfgang Pfeffer, 2. Vorsitzender des Alpenvereins Sektion Bayreuth (DAV), die Vision des mit 2.800 Mitgliedern zweitgrößten Vereins der Sportstadt Bayreuth. So soll in naher Zukunft eine familien- und wettkampftaugliche Kletterhalle entstehen, die mit über 800 Quadratmeter Kletterfläche und allen Schwierigkeitsgraden ausgestattet, zum Leistungszentrum für Oberfrankens Kletterfreunde avancieren könnte.

Sollte das Projekt realisierbar sein, würde dies nach Einschätzung der Gesprächsrunde für Bayreuths Kletterfreunde aller Altersklassen einen großen Zugewinn bedeuten. Gedacht ist an ein Angebot zur sportlichen Betätigung für Einzelne ebenso wie für Familien und Gruppen, die unter fachmännischer Leitung ihrer Begeisterung fürs Klettern nachgehen könnten. Auch therapeutische und pädagogische Einrichtungen sowie Schulen und Kindergärten könnten das Angebot des DAV in Bayreuth nutzen.

Bayreuth sei von seiner geographischen Lage und der günstigen infrastrukturellen Anbindung her prädestiniert für die Errichung eines Leistungszentrums für Kletterfreunde in ganz Nordostbayern, so Wolfgang Steinmetz von der DAV-Sektion Bayreuth. Und nach Einschätzung des DAV-Naturschutzreferenten Dirk Lüder könnte eine Indoor-Kletterhalle ein willkommenes Ergänzungsangebot für die schlechte Jahreszeit, aber auch für übergreifende Veranstaltungen und Wettkämpfe darstellen.

In Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung werden derzeit mögliche Standorte auf ihre Eignung für eine solche Kletterhalle hin untersucht. OB Dr. Michael Hohl legte in diesem Zusammenhang großen Wert auf Synergieeffekte mit bereits bestehenden Angeboten in den Bereichen Wellness, Gastronomie, Einzelhandel und Pädagogik, wobei eine Zusammenarbeit mit den Sportwissenschaftlichen Fakultäten der Universität anzustreben sei. Diese haben ebenso wie die ersten Bayreuther Sportvereine bereits ihre grundsätzliche Kooperationsbereitschaft signalisiert.

OB Dr. Hohl sicherte den DAV-Verantwortlichen vor diesem Hintergrund die volle Unterstützung der Stadtverwaltung bei der Umsetzung der Kletterhalle zu. Eine im Rathaus eingerichtete Projektgruppe soll nun im engen Schulterschluss mit dem DAV und Architekt Bruno Hauck eine Machbarkeitsstudie an einem geeigeneten Standort erarbeiten, die in Kürze der Öffentlichkeit vorgestellt werden wird.