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12.09.2007

Eine Mätresse geht über Leichen

Szenenfoto aus Sie war das Erfolgsstück des Hamburger Opernhauses am Gänsemarkt. Reinhard Keisers “Fredegunda”. Die Bayerische Theaterakademie zeigt nach annähernd 300 Jahren am Freitag, 28. September, und Samstag, 29. September, die erste moderne Aufführung der 1715 uraufgeführten Oper mit Dora Pavliková in der Hauptrolle der Fredegunda.

Die Handlung spielt in Frankreich, in der Zeit der frühmittelalterlichen Merowinger. Fredegunda ist die Mätresse des Königs Chilperich. Zuvor war sie die Magd seiner ersten Frau. Nach deren Tod möchte sie selbst den Thron besteigen, obwohl der König aus Staatsräson eine spanische Prinzessin heiraten muss.

In dieser Oper geht es um Gewalt, Sex und Kämpfe. Die Inszenierung von Tilman Knabe bringt das alles sehr temporeich und turbulent auf die Bühne.

Die Bayreuther Aufführung der “Fredegunda” unter dem Dirigat Christoph Hammers mit der Neuen Münchner Hofkapelle soll in der Inszenierung Tilman Knabes auch einen Beitrag zur Wiederentdeckung Reinhard Keisers leisten. Knabe, Absolvent des Studiengangs Regie der Hochschule für Musik und Theater München, hatte bereits 2001 an der Staatsoper Stuttgart mit Keisers “Masaniello furioso” ein Werk des deutschen Meisters der Barock-Oper in einer prallen, hintersinnig komischen Inszenierung fulminant auf die Bühne gebracht. Wie bereits bei vorangegangenen Produktionen setzt der Bayreuther Barock auch hier auf ein Werk, das abseits des Standardrepertoires liegt und weckt damit die Neugier auf weitere verborgene Schätze des Musiktheaters.

Karten:
Theaterkasse der Kongress- und Tourismuszentrale
Luitpoldplatz 9
Tel.: (09 21) 6 90 01; Fax: (09 21) 8 85 38
E-Mail:
ticketservice@bayreuth-tourismus.de 

www.bayreuther-barock.bayreuth.de