Stadt Bayreuth

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07.10.2008

Eine Markgräfin verzaubert Europa

Exklusives Preview des filmischen Portraits „Wilhelmine von Bayreuth“

Am 12. Oktober zeigt das Bayerische Fernsehen im Cineplex den Dokumentarfilm Am Sonntag, 12. Oktober, um 11 Uhr, laden die Stadt Bayreuth, das Cineplex und das Bayerische Fernsehen interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreter der Medien zur Vorführung des Dokumentarfilms „Wilhelmine von Bayreuth – Eine Markgräfin verzaubert Europa“ in das Cineplex Bayreuth ein. Bei dieser exklusiven Preview besteht außerdem die Möglichkeit, beim anschließenden Sektempfang mit der Regisseurin Dr. Anita Eichholz und den Darstellern ins Gespräch zu kommen. Kostenlose Eintrittskarten für diese Filmvorführung liegen ab Montag, 6. Oktober, bei der Theaterkasse Bayreuth, Luitpoldplatz 9, bereit.

Ob als Bauherrin, Opernintendantin oder großzügige Förderin von Kunst, Musik und Wissenschaft: Die glanzvolle Regentschaft der Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth rückte die kleine fränkische Residenz ins Rampenlicht der europäischen Geschichte. Die Schwester Friedrichs des Großen machte aus dem abgelegenen Provinzstädtchen einen Musenhof. Bayreuth wird ihr am 14. Oktober, dem 250. Todestag der preußischen Prinzessin, gedenken.

Wie ihr Bruder litt auch Wilhelmine unter dem strengen Regiment ihres Vaters, des preußischen Soldatenkönigs. Während die Mutter sie mit dem Prince of Wales verheiraten wollte, wünschte der Vater eine Verbindung mit dem Hause Habsburg. Schließlich jedoch musste sie aus dynastischen Erwägungen den Erbprinzen der Markgrafschaft Bayreuth-Kulmbach heiraten. Trotz der arrangierten Ehe verstand sich das Paar anfangs gut. Nach dem Tod ihres Schwiegervaters hatte Markgräfin Wilhelmine wesentlichen Anteil an der Modernisierung des Landes.

Die Früchte ihrer regen Bautätigkeit, bekannt als „Bayreuther Rokoko“, sind heute noch eine Attraktion. Vor allem das Markgräfliche Opernhaus gilt als wahres Juwel. Die begabte Wilhelmine bildete ihre musischen Talente weiter aus, komponierte selbst die Oper „Argenore“, führte mit Voltaire einen regen Briefwechsel über philosophische Themen und holte die besten Künstler und Wissenschaftler ihrer Zeit nach Bayreuth.

Wilhelmines Erbe wirkt bis heute

Wilhelmines Erbe wirkt bis heute und beschert Bayreuth in diesem und im kommenden Jahr – da jährt sich ihr 300. Geburtstag – ein spektakuläres Doppeljubiläum, das die Stadt mit einem hochkarätigen Veranstaltungsreigen feiert. Ihre rege Bautätigkeit bildet zudem das Fundament für Bayreuths Bewerbung um Aufnahme in den Kreis der Welterbe-Städte. „Für Bayreuths Attraktivität als Reiseziel wäre das gleichbedeutend mit einem Quantensprung“, so Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl. Das kulturelle Potential der Stadt käme dadurch international noch mehr zur Geltung. „Wilhelmine“, so Dr. Hohl, „ist daher für Bayreuth auch ein echtes Zukunftsthema.“

In ihrem filmischen Portrait stellt Anita Eichholz einfühlsam die musische Aura der Markgräfin dar, die schon Voltaire als „fürstliche Philosophin und Beschützerin der Künste“ gewürdigt hat. Wer es zur Preview am Sonntag, 12. Oktober, im Cineplex nicht schafft, der kann sich den informativen und unterhaltsamen Film dann am Montag, 13. Oktober, um 22.45 Uhr, im Bayerischen Fernsehen ansehen.