Stadt Bayreuth

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15.11.2006

Eine Premiere mit Folgen

JugendlicheFürs familienfreundliche Bayreuth war es eine echte Premiere – für die jungen Gäste des Rathauses eine durchaus spannende Angelegenheit. Auf Initiative von Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl lud die Stadt im vergangenen Sommer erstmals zu einem Empfang speziell für Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren ein. Das Echo war beeindruckend: Über 100 Bayreuther Jungs und Mädels fanden den Weg ins Rathaus und nutzten die Gelegenheit, dem Stadtoberhaupt Wünsche und Anregungen vorzutragen. Vier Monate später zieht die Stadt eine erste Zwischenbilanz. Fazit: Auch wenn nicht jeder Wunsch erfüllbar sein wird, so manche Anregung ist im Rathaus auf fruchtbaren Boden gefallen.

Auch 2007 gibt’s wieder einen Kinderempfang 

Oberbürgermeister Dr. Hohl sieht im ersten Bayreuther Kinderempfang ein Angebot, das nach den jetzt vorliegenden Erfahrungen Mut zu mehr mache. Die Stadt wolle damit nicht nur ihren Ruf als familienfreundliche Kommune untermauern. „Uns geht es vor allem darum, zu signalisieren, dass wir die Bedürfnisse und Anregungen der Bayreuther Mädchen und Jungs ernst nehmen und dass wir zuhören, was uns unsere Kinder zu sagen haben.“ Deshalb soll diese Form des Dialogs mit der jungen Generation auch keine Eintagsfliege bleiben. Im Sommer 2007 will der Oberbürgermeister erneut zum Gespräch einladen.

Und was ist aus den vielen Anregungen und Wünschen geworden, die beim Kinderempfang im Rathaus artikuliert wurden? Inzwischen hat die Stadtverwaltung die Anliegen der Schüler und Jugendlichen geprüft, hat abgeklärt, was geht und wo geholfen werden kann. Nicht überall ist die Stadt der zuständige Ansprechpartner, nicht alles, was wünschenswert wäre, ist finanziell zu stemmen – aber bei so manchem Anliegen ist Besserung in Sicht:

Beispiel Grundschule St. Georgen: Beim Wunsch nach besseren, sprich neuen PCs zeichnet sich Besserung ab. Als für die Schule zuständiger Sachaufwandsträger ersetzt die Stadt schrittweise die alten Rechner durch neue. Auch im kommenden Jahr soll das Austauschprogramm fortgeführt werden.

Beispiel Richard-Wagner-Gymnasium: Die Generalsanierung der Schule für rund eine Million Euro geht ihrem Ende entgegen und wird voraussichtlich im kommenden Jahr abgeschlossen. Dann wird auch die beim Kinderempfang geforderte Renovierung der Klassenzimmer fertig sein.

Beispiel Wirtschaftswissenschaftliches Gymnasium: Viele Tische seien verschmutzt oder beschädigt, so die Klage der jungen Gäste im Rathaus. In einem ersten Schritt hat die Stadt inzwischen 50 Stühle und ein Dutzend Tische erneuert. Im kommenden Jahr soll das Programm fortgeführt werden.

Beispiel Spielgeräteausstattung auf Bayreuths Schulhöfen: Hier sieht sich die Stadt mit der immer wieder geäußerten Forderung nach mehr Spielgeräten konfrontiert. In Regie des Stadtjugendamtes soll daher im kommenden Jahr die Pausenhofsituation an allen Bayreuther Schulen eingehend unter die Lupe genommen und eine Bestandsaufnahme erarbeitet werden, um den weiteren Handlungsbedarf und natürlich vor allem auch die Kosten abschätzen zu können.

Schülerdiscos im kommunalen Jugendzentrum

Ein weiteres Jugendzentrum für Bayreuth wird hingegen auf absehbare Zeit aus Kostengründen ein Wunschtraum bleiben müssen. „Es gibt aber in nahezu allen Stadtteilen attraktive Möglichkeiten für Jugendliche, sich zu treffen“, wirbt OB Dr. Hohl um Verständnis. Das Stadtoberhaupt erinnert in diesem Zusammenhang an Einrichtungen wie den Altstadttreff sowie die Jugendtreffs „B-Punkt“, „Ikarus“ oder das Jugendcafe „Baylon“. Und im bestehenden kommunalen Jugendzentrum an der Hindenburgstraße werden derzeit wieder Discos für Schüler ab der 5. Jahrgangsstufe angeboten. Die Albert-Schweitzer-Schule hat hierbei bereits Ende September den Anfang gemacht, weitere Discos sollen folgen.