Stadt Bayreuth

IM FOKUS

ONLINE-TERMINRESERVIERUNG

25.02.2008

Eine Tiefgarage unter dem Markt?

Stadt führt Gespräche mit privatem Investor – OB Dr. Hohl betont Aufgeschlossenheit

In das Thema einer Tiefgarage unter dem Markt kommt neuer Schwung: Wie Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl mitteilt, befindet sich die Stadt derzeit in konstruktiven Gesprächen mit einem möglichen privaten Investor, der ernsthaftes Interesse an der Realisierung eines solchen Projektes signalisiert hat.

Die Vision einer Tiefgarage direkt unter dem Herzen der Bayreuther Innenstadt beschäftigt die kommunalpolitische Debatte nun schon seit mehreren Jahrzehnten – bislang aber ohne sichtbares Ergebnis. Nun hat ein neuer Interessent seinen Hut in den Ring geworfen. Die Kontakte ins Rathaus wurden nach Angaben des Oberbürgermeisters über das Bayreuther Architekturbüro Horstmann geknüpft. Erste Gespräche haben bereits stattgefunden, am kommenden Mittwoch ist eine neuerliche Besprechungsrunde im Rathaus anberaumt. Sobald sich eine weitere Konkretisierung des Projektes abzeichnet, will der Oberbürgermeister die städtischen Gremien mit dem Thema befassen.

Dr. Hohl betont in diesem Zusammenhang seine Aufgeschlossenheit gegenüber dem Projekt, das komplett in Privatregie verwirklicht werden soll und den städtischen Haushalt damit nicht belasten würde. „Der bisherige Kontakt war geprägt vom Interesse des Investors an einer zügigen Realisierung“, so der OB. Angesichts des Umstandes, dass der Fußgängerzone in den kommenden zwei bis drei Jahren umfangreiche Umgestaltungsmaßnahmen bevorstehen, käme eine Tiefgarage unter dem Markt wegen der ohnehin notwendigen Tiefbauarbeiten zur passenden Zeit. „Dann müssten wir den Markt, seine Einzelhandelsgeschäfte und Anwohner nicht zweimal mit Bauarbeiten belasten.“

Für die Attraktivität der Innenstadt insgesamt sowie des Karstadt-Standortes im Besonderen wäre eine Tiefgarage unter dem Markt aus Sicht des OB ein eindeutiger Gewinn. Im Zuge der weiteren Gespräche ist daher auch daran gedacht, Karstadt für das Projekt zu erwärmen. „Mit Karstadt im Boot dürften die Chancen, dass der Stadtrat seine bisher gegenüber dem Projekt stets ablehnende Haltung ändert, deutlich steigen.“ Einen weiteren Synergieeffekt sieht Dr. Hohl zudem mit Blick auf die von der Stadt angestrebte Renaissance der Innenstadt als Wohnstandort.

Abschließend wertet der Oberbürgermeister die derzeitigen Planungsüberlegungen als eindeutigen Vertrauensbeweis in die Qualität der Bayreuther Innenstadt. „Wer ein solches Investitionsprojekt zu schultern beabsichtigt, der muss das nötige Zutrauen in die Zukunft von unserer Fußgängerzone haben.“ Zumal ihm von Investorenseite versichert worden sei, dass man sich mit den Parktarifen für eine solcheTiefgarage an dem in Bayreuth vorhandenen Preisniveau orientieren wolle.