Stadt Bayreuth

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21.07.2009

Einweihung für Schulneubau

Staatliche Fach- und Berufsoberschule hat einen Neubau bekommen, der die bisherigen Raumnöte vergessen lässt

Die Staatliche Fach- (FOS) und Berufsoberschule (BOS) an der Körnerstraße hat Zuwachs bekommen: Gemeinsam mit Schulleiter Oberstudiendirektor Klaus Vietze und zahlreichen weiteren Gästen, darunter Vertreter der Regierung von Oberfranken sowie der zuständigen Referate und Dienststellen im Rathaus, weihte Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl jetzt einen stattlichen Erweiterungsbau ein.

Bei der Einweihung hatte der Oberbürgermeister gleich Grund zur zweifachen Freude: Mit dem Neubau, der Platz für acht Klassen schafft, gehören die bisherigen Raumnöte der Schule der Vergangenheit an. Und das ursprünglich mit 1,61 Millionen Euro kalkulierte Bauprojekt konnte deutlich günstiger realisiert werden. Rund 1,35 Millionen Euro wurden in den vergangenen Monaten investiert. 380.000 Euro konnten mit Hilfe staatlicher Fördermittel abgedeckt werden, den Rest muss die Stadt aus eigener Kraft finanzieren. Mit dem eingesparten Geld können jetzt – auf Wunsch der Schulleitung – dringend benötigte zusätzliche Stellplätze auf dem Schulgelände gebaut werden.

„Die Stadt Bayreuth steht für 23 Schulen in Bayreuth als Sachaufwandsträger in der Pflicht – eine Mammutaufgabe, für die das Neubauprojekt an der FOS/BOS ein gutes Beispiel ist“, so Dr. Hohl. Bayreuths Schulen fit zu machen für die Ansprüche einer sich ständig wandelnden Bildungslandschaft sei eine Aufgabe, die auch für die kommenden Jahre ganz oben auf der kommunalpolitischen Agenda stehe. „In Bayreuth wird dem Bildungsbereich absolute Priorität eingeräumt. Es geht aber eben nicht alles auf einmal, auch wenn wir uns das noch so sehr wünschen“, betonte der OB.

Die Staatliche Fach- und Berufsoberschule hat über viele Jahre hinweg mit gravierenden Raumproblemen zu kämpfen gehabt. Im Juni vergangenen Jahres schließlich gab der Bauausschuss des Stadtrats dann grünes Licht für den Bau eines neuen Klassentrakts.

Baubeginn im Juli 2008

Der Ende Juli 2008 unter der Federführung des städtischen Hochbauamtes in Angriff genommene Neubau ist nahezu quadratisch, hat zwei Vollgeschosse mit je vier Klassenzimmern und eine Teilunterkellerung. Der Baukörper wurde als Niedrig-Energie-Haus realisiert. Das städtische Hochbauamt hat damit Neuland betreten. Der Neubau verfügt über ein modernes Wärmeverbundsystem mit einer etwa 18 Zentimeter starken Dämmung und über eine Dreifach-Verglasung. In Verbindung mit den Dämmmaßnahmen wurden die Klassenzimmer mit einer Luftheizung mit Wärmerückgewinnung ausgestattet. Die Technik hierfür wurde im gedämmten Dachraum installiert.

Der Neubau ist durch einen Verbindungsgang an den Mittelbau der Schule angeschlossen, wobei beide Geschosse ebenengleich angebunden wurden. Der Zwischenbau ist als reine Stahlkonstruktion ausgeführt. Insgesamt stehen der Schule jetzt über 680 Quadratmeter neu an Nutzfläche zur Verfügung. In den acht zusätzlichen Klassenzimmern können 220 Schüler unterrichtet werden.

In den kommenden Jahren wird die Schule nun noch von innen auf Vordermann gebracht. Neue WC-Anlagen, neue Fußbodenbeläge und abgehängte Decken sowie die Sanierung der Fachklassenräume stehen auf dem Programm. Dann ist die Totalsanierung von FOS und BOS abgeschlossen.

Im Beisein vieler Vertreter der Regierung, der Stadt und der Schule weihte OB Dr. Hohl den Neubau ein.