Stadt Bayreuth

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25.04.2008

Elf Mikroprojekte für St. Georgen

Soziale Stadt: breite Palette von Aktivitäten, die aus europäischen Fördermitteln finanziert werden

Insgesamt elf sogenannte Mikroprojekte laufen derzeit im Bayreuther Stadtteil St. Georgen, die im Rahmen des Begleitprogramms “Lokales Kapital für soziale Zwecke” (LOS) von der Europäischen Union mit 111.000 Euro unterstützt werden. “Das ist ein absoluter Rekord – was die Zahl der Projekte und die Höhe der Fördermittel selber betrifft”, so Gerhard Eggert, Leiter des Amtes für Integration und soziale Projekte der Stadt Bayreuth. Gemeinsam mit dem Quartiersmanagement St. Georgen und den verschiedenen Trägern hat das Amt für Integration die Projekte entwickelt und auf den Weg gebracht.

Vor nunmehr sieben Jahren wurde St. Georgen in das Städtebauförderprogramm “Soziale Stadt” aufgenommen. Dank der dadurch finanziell ermöglichten baulichen Investitionen konnte in den vergangenen Jahren die Wohnsituation in dem Stadtteil deutlich gesteigert werden. Um auch die soziale Situation zu verbssern, bat die Stadt Bayreuth um Aufnahme in das vom Bundesfamilienministerium aufgelegte Begleitprogramm LOS – mit Erfolg: Seit 2003 haben die Stadt, das Quartiersmanagement und die sozialen Träger insgesamt 27 Mikroprojekte entwickelt. Das Amt für Integration fungiert hierbei als Koordinierungsstelle, das heißt es berät, gibt Hilfestellung und akquiriert die Fördermittel.

Für benachteiligte Menschen

Die Mikroprojekte sollen mit Qualifizierungsmaßnahmen vor allem Menschen helfen, die im Berufsleben benachteiligt sind – zum Beispiel durch mangelnde Sprachkenntnisse oder aufgrund der sozialen Herkunft. So wird der Zusammenhalt in St. Georgen gestärkt, gemeinsam an der Lösung sozialer Probleme gearbeitet und die Betroffenen zur Eigeninitiative motiviert. Folgende Mikroprojekte haben in der aktuellen Förderperiode 2007/2008 begonnen:

Bike-Park Schokofabrik:
Der Verein Kulturkraft e.V. errichtet mit Jugendlichen eine Bike-Anlage. Dabnei erwerben die jungen Menschen Qualifikationen in Holzverarbeitung, Gartenbau und Landschaftspflege.

Hochseilgarten an der Schokofabrik:
Der Verein Kulturkraft plant und baut mit Jugendlichen ab 14 Jahren einen Hochseilgarten an der Schokofabrik.

Zwischennutzung der Schokofabrik:
Mit diesem Projekt will der Verein Kulturkraft die Schokofabrik runderneuern und Angebote der Jugendkultur etablieren. Die Jugendlichen sollen hierbei von Anfang an mit eingebunden werden.

PC-Schulung von Hauptschulabsolventen:
Das Projekt des Caritas-Verbandes richtet sich an Hauptschülerinnen und -schüler, die sich in der Übergangsphase zur Berufsausbildung befinden.

Migranteneltern verbesern die beruflichen Chance ihrer Kinder:
Stellvertretend für die noch nicht organisierten Migrateneltern kömmert sich der türkische Verein “BATISA” um den Nachhilfeunterricht für türkische Haupt- und Berufsschüler ab 14 Jahren. Außerdem sollen Patenschaften zwischen Jugendlichen und Familien einerseits und Studenten andererseits gegründet werden.

Gründung einer deutschtürkischen Theatergruppe:
Die Jugendlichen des Vereins “BATISA” und des Brandenburger Kulturstadls kooperieren mit dem Ziel, bis zum Ende des Föderzeitraums ein gemeinsames Theaterstück aufzuführen.

Verbesserung der beruflichen Chancen von Menschen mit Migrationshinmtergrund durch eine EDV-Ausbildung:
Dieses Projekt wird geleitet vom Diplom-Chemiker Halil Düzgün, der Qualifikationen vermitteln und bei Existenzgründungen und Arbeitsmarktrecherchen helfen will.

Erarbeitung eines Gründerkonzepts mit ortsansässigen und zuzugswilligen Existenzgründern im Stadtteil St. Georgen:
Der Stadtteil ist gekennzeichnet durch Industriebrachen und Leerstände, die wiederum eine Ressource für Gründungswillige und Neueinsteiger darstellen.

Neugestaltung des Schulgartens der Schule St. Georgen:
In Regie des Schulfördervereins der Schule St. Georgen wird ein Schulgarten unter Anleitung einer Fachkraft neu gestaltet und ausgebaut.

Vermittlung historischer Kenntnisse über St. Georgen – öffentliche Erschließung eines Kellers aus dem gesamten Kellersystem, der “Unterwelt” St. Georgens:
Unter der Leitung des Historikers Dr. Norbert Aas finden Kellerführungen und Vorträge über den historischen Stadteil statt.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zu den einzelnen Projekten erteilen das Quartiersmanagement St. Georgen, Gerda Zeuss, Telefon 09 21/1 50 22 41, und das Amt für Integration und soziale Projekte, Gerhard Egger und Bruno Keller, Telefon 09 21/25 11 19 oder 25 11 20.