Stadt Bayreuth

IM FOKUS

ONLINE-TERMINRESERVIERUNG

11.06.2008

Energiesparen mit modernem Datenmanagement

Im Hochbauamt werden die Verbrauchsdaten von 170 Gebäuden erfasst und ausgewertet

Den Energieverbrauch senken, die Umwelt schonen und Kosten reduzieren – das sind Aufgaben, denen sich eine Kommune angesichts immer knapper werdender Ressourcen und Finanzen dringender denn je widmen muss. Die Stadt Bayreuth geht diesen Weg mit Hilfe energetischer Gebäudesanierung  – mit Erfolg.

Die Einsparungen beim Verbrauch von Gas und Fernwärme erreichen mittlerweile um die 30 Prozent, seit die Stadt ein gezieltes Energiedatenmanagement in Regie des städtischen Hochbauamtes betreibt. „Am Anfang steht die Sammlung von Daten. Um zu wissen, wo der Hebel angesetzt werden kann, müssen nämlich zuerst die Schwachstellen gefunden werden“, erläutert der Leiter des Hochbauamtes Norbert Will das Verfahren. Und darüber geben erst einmal die Verbrauchszahlen Aufschluss.

So wird in Schulen und in Kindergärten, Sportstätten sowie in den Verwaltungsgebäuden der Stadt akribisch gemessen. Die Ergebnisse, die auch in den jährlichen Energiebericht der Stadt einfließen, werden dann von den Fachleuten des Hochbauamtes ausgewertet. Rund 170 Gebäude befinden sich im städtischen Besitz. In ihnen soll die Energie möglichst optimal genutzt werden. 

Von der Datenerfassung zur Sanierung

Das Erfassen der Daten ist nur der erste Schritt. Wenn die Verbrauchszahlen darauf hinweisen, dass die bereitgestellte Energie in den Heizungsanlagen nicht optimal genutzt wird, kommt eine Thermografie per Infrarot-Wärmebildkamera zum Einsatz. Aufnahmen von der Fassade lassen genau erkennen, in welchem Umfang die Wärme durch Mauern, Fenster und Dach das Gebäude verlässt, die Dämmung also verbessert werden kann. Die Folge sind dann entsprechende bauliche Maßnahmen.

So wird auch wieder in den anstehenden Sommerferien die Zeit genutzt, die Schulen auf Vordermann zu bringen. Ein Arbeitsschwerpunkt ist heuer das Graf-Münster-Gymnasium, das ein eigenes Blockheizkraftwerk erhält und dessen Ostbau mit einem neuen Dach ausgestattet wird.

Doch auch sonst schaut das Hochbauamt genau drauf, wo sich Energie sparen lässt: Moderne Leuchten, die im Neuen Rathaus nun Licht spenden, verbrauch nur etwa ein Drittel soviel Strom, wie ihre Vorgänger, sind aber heller. Und auch das Nutzerverhalten spielt beim Energiesparen eine wichtige Rolle. So werden beispielsweise die Hausmeister geschult, wie sie die Anlagen am wirkungsvollsten bedienen oder wie ein effektives Lüften des Gebäudes funktioniert.

Dass durch die eingesparte Energie nicht nur Geld gespart wird, sondern auch die Umwelt profitiert, zeigt die Reduzierung der CO 2-Emmissionen seit Einführung des Energiedatenmanagements um 37 Prozent.