Stadt Bayreuth

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16.09.2009

Entwicklungstrends des neuen Schuljahres

Städtische Schulverwaltung informiert über neue Angebote an den Volksschulen im Schuljahr 2009/2010

Die Zeit des Ausspannens ist vorbei. An Bayreuths Schulen ist der Startschuss fürs neue Schuljahr 2009/2010 gefallen. Vor diesem Hintergrund macht die Stadt auf wesentliche Entwicklungstrends aufmerksam, die das neue Schuljahr prägen werden.

MittagsbetreuungGanztagsbeschulung

In Bayreuth gibt es in diesem Schuljahr erstmals Ganztags-Grundschulklassen. 43 Schülerinnen und Schüler werden in Ganztagsklassen an der Schule Herzoghöhe und an der Graserschule unterrichtet. Die Albert-Schweitzer-Hauptschule (ASS) und die Hauptschule St. Georgen führen zudem den Aufbau des Ganztagsschulzuges im Bereich der Hauptschule fort. An der ASS werden die Ganztagsklassen von 86 Schülern, in St. Georgen von 42 Schülern besucht

Bei diesen Angeboten handelt es sich um sogenannte gebundene Ganztagsklassen. Das heißt, dass ein durchgehend strukturierter Aufenthalt in der Schule an mindestens vier Wochentagen von täglich sieben Zeitstunden für die Schüler verpflichtend ist, die vormittäglichen und nachmittäglichen Aktivitäten in einem konzeptionellen Zusammenhang stehen und der Unterricht in einer Ganztagsklasse erteilt wird. Der Pflichtunterricht ist auf Vor- und Nachmittag verteilt. Über den gesamten Tag hinweg wechseln Unterrichtsstunden mit Übungs- und Studierzeiten sowie mit sportlichen, musischen und künstlerisch orientierten Fördermaßnahmen. Auch Freizeitaktivitäten können angeboten werden.

Gebundene Ganztagsschulen unterbreiten zusätzliche Angebote und Fördermaßnahmen: mehr Unterrichtsstunden, etwa in Deutsch, Mathematik, Englisch (je nach Konzept der Schule), Unterrichtsstunden für interkulturelles Lernen beziehungsweise sprachliche Integration, mehr Lernzeit für Schüler mit hohen Lerndefiziten, Hausaufgabenhilfen und mehr.

Offene Ganztagsbeschulung gibt es in Bayreuth an den drei Hauptschulen mit insgesamt sechs Gruppen. Auch bei diesem Angebot sind eine tägliche Mittagsverpflegung, eine Hausaufgabenbetreuung und verschiedenartige Freizeitangebote enthalten. Sie werden ergänzt durch zusätzliche Lernhilfen und Förderangebote des Unterrichts. Die Eltern entscheiden, ob und an welchem Nachmittag ihr Kind diese Angebote abrufen soll.

Kooperationsklassen

Im neuen Schuljahr werden wieder Kooperations-klassen eingerichtet, und zwar an der Grundschule St. Georgen, an der Luitpold-Volksschule, an der Jean-Paul-Volksschule und an der Graserschule. Eine Kooperationsklasse ist eine Klasse der Volksschule, die eine Gruppe von Schülern mit besonderem Förderbedarf aufnimmt. Bedingung dafür ist, dass durch enge Kooperation der Volksschule mit der Förderschule eine gezielte und erfolg-reiche Förderung dieser Schüler in der Regelschule möglich ist.

Praxisklasse

An der Hauptschule St. Georgen gibt es eine Praxisklasse mit 15 Schülern. Deren Schüler befinden sich im letzten Schuljahr. Sie werden auf Grund ihrer bisherigen Schullaufbahn und der Leistungen in den vorhergehenden Klassen den erfolgreichen Hauptschulabschluss unter den Bedingungen der Regelklassen nicht erreichen. Nach Abschluss der Praxisklasse soll der Übertritt in das Berufsleben erleichtert werden und es sollen eventuell auch formale Abschlüsse erworben werden. In dieser Klasse absolvieren die Schüler in der Regel an einem Tag der Woche einen Praktikumstag in einem Betrieb.

Mittlere-Reife-Zug

Im Schulamtsbezirk Bayreuth-Stadt gibt es einen Mittlere-Reife-Zug (M-Zug) an der Albert-Schweitzer-Schule. Dort werden in sieben M-Klassen 154 Schüler unterrichtet. Der M-Zug ist ein vierjähriger Bildungsgang innerhalb der Hauptschule und führt entsprechend geeignete Schüler ab der Jahrgangsstufe 7 in besonderen Klassen in die Jahrgangsstufe 10 und dort zum Mittleren Schulabschluss.Schülerinnen und Schüler der M 9 haben außerdem die Möglichkeit, den qualifizierenden Hauptschulabschluss (Quali) zu erwerben.

Der Besuch der M-Klassen ist freiwillig. Es werden aber nur Schüler aufgenommen, die aufgrund ihrer Leistungen und ihres gesamten Lern- und Arbeits-verhaltens Aussicht haben, den Mittleren Schulab-schluss zu erwerben. Diese Voraussetzung ist in der Regel bei einem Notendurchschnitt von 2,33 (Eintritt in die M7) beziehungsweise.2,00 (Eintritt in M8 – M10) in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch gegeben. Mittlere-Reife-Klassen werden in Bayreuth gut angenommen. Im Schuljahr 2008/2009 erhielten 36 Schüler der Albert-Schweitzer-Schule das Zeugnis über den erfolgreichen mittleren Schulabschluss.

Betreuungsangebote

Die „Mittagsbetreuung an Volksschulen“, die bereits seit Mitte der 1990er Jahre existiert, ist eine flexible und zuverlässige Betreuungsform, die Eltern eine sichere Betreuung ihrer Kinder bietet und eine breite Akzeptanz genießt. Seit dem Schuljahresbeginn 1999/2000 wurde die frühere Form der Mittags-betreuung zur „kind- und familiengerechten Halbtagsgrundschule“ ausgebaut. Das Konzept verpflichtet alle Grundschulen, gemeinsam mit den Trägern der öffentlichen Jugendhilfe, bei entsprechendem Bedarf eine verlässliche Betreuung der Kinder, deren Eltern dies wünschen, von 7.30 Uhr bis mindestens 13.00 Uhr zu gewährleisten und bei der Planung und Organisation selbst aktiv zu werden. Der Betreuungsbedarf wird spätestens bei der Schuleinschreibung ermittelt.

Im zurückliegenden Schuljahr konnten an neun Grundschulen 17 Betreuungsgruppen für insgesamt 261 Kinder gebildet werden. Davon boten elf Gruppen die verlängerte Betreuungszeit bis 15:30 Uhr an. Für das Schuljahr 2009/10 kann von einem vergleichbaren Umfang ausgegangen werden.