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10.10.2005

Erdgaspreis wird Mitte Oktober angehoben

Bayreuths Haushalte müssen sich auf eine Erhöhung des allgemeinen Tarifpreises für Erdgas einstellen. Wie die Bayreuther Energie- und Wasserversorgungs GmbH (BEW) mitteilt, ist eine Anpassung des Netto-Arbeitspreises um 0,48 Cent pro Kilowattstunde zum 15. Oktober dieses Jahres unumgänglich, was einer durchschnittlichen Erhöhung um etwa 13 Prozent entspricht. Ihre drastisch gestiegenen Erdgas-Bezugspreise kann die BEW mit diesem Schritt allein aber nicht auffangen, so dass zum Jahresbeginn 2006 voraussichtlich eine weitere Tarifanpassung in gleicher Höhe auf Bayreuths Verbraucher zukommt.

Auslöser für die Tariferhöhung sind die nun schon seit vielen Monaten deutlich steigenden und dementsprechend heftig diskutierten Energiepreise. So sind die Bezugspresie für leichtes Heizöl von Juli 2004 bis Juli 2005 um über 40 Prozent gestiegen. Da der Erdgaspreis in Deutschland an die Heizölnotierung gekoppelt ist, führen steigende Ölpreise zwangsläufig für die BEW auch zu steigenden Erdgas-Bezugspreisen bei ihrem Vorlieferanten E.ON-Ruhrgas. „Das Thema der Ölpreisnotierung kann nur politisch geklärt werden, wobei sich die Frage stellt, ob andere Lösungen nicht noch höhere Preise zur Folge hätten“, beschreibt BEW-Geschäftsführer Hans Nestmann das Dilemma der Stadtwerke landauf, landab. Der Weltenergiehunger steige beständig und treibe die Preise der Energiemärkte immer weiter nach oben. Für die BEW als Erdgas-Weiterverteiler sei die aktuelle Preisspirale aufgrund der bestehenden vertraglichen Bindungen daher mit erheblichen Steigerungen der Bezugskosten verbunden gewesen.

Während Sondervertragskunden diese Abhängigkeit alle drei Monate spüren und mit entsprechend angepassten Preisen rechnen müssen, hat die BEW bei den Bürgern als Tarifkunden in der Vergangenheit den Erdgaspreis möglichst über einen längeren Zeitraum unverändert gehalten, um den Bayreuther Haushalten Preisstabilität zu gewährleisten. Die letzte Tariferhöhung bei Erdgas liegt daher auch schon über ein Jahr zurück. Sie erfolgte zum 1. Oktober 2004.

„Die absehbare Entwicklung der Bezugspreise im vor uns liegenden Gaswirtschaftsjahr lässt der BEW aber jetzt keine andere Wahl mehr“, betont Nestmann; wobei die vorgesehene Tariferhöhung um 0,48 Cent pro Kilowattstunde in einem ersten Schritt nur einen Teil der gestiegenen Bezugskosten weitergebe. Eine zweite Tarifanpasssung in voraussichtlich glecher Höhe sei daher zum Jahresanfang wohl unumgänglich. Andere ebenfalls gestiegene Kosten, wie Löhne und Materialpreissteigerungen bleiben hierbei gänzlich unberücksichtigt. „Wir glauben, dass wir mit diesem Modell wieder eine gewisse Konstanz bei der Preisentwicklung erreichen. Zumindest werden wir aus heutiger Sicht die Preise dann bis zum Herbst 2006 uinverändert halten können, vorausgesetzt am internationalen Ölmarkt treten keine weiteren, dramatischen Preissprünge ein“, so die Einschätzung dew BEW-Geschäftsführers.