Stadt Bayreuth

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21.01.2009

Erfassung von elektromagnetischen Feldern

Stadt Bayreuth hat in der Umgebung von 14 Mobilfunk-Basisstationen Messungen vornehmen lassen

Die Stadt Bayreuth hat Ende November vergangenen Jahres in einer von der Bayerischen Staatsregierung geförderten Aktion in der Umgebung von 14 Mobilfunk-Basisstationen an neun Messpunkten elektromagnetische Felder vor und nach der Errichtung oder Änderung dieser Stationen erfassen lassen. In seinem Bericht kommt der Gutachter – das Regensburger EM-Institut GmbH – zu dem Ergebnis, dass der Grenzwert nach der 26. Bundes-Immissionsschutz-Verordnung (Verordnung über elektromagnetische Felder) an allen Messpunkten unterschritten wurde.

Bei den Messungen ergaben sich auf die Feldstärke bezogene Immissionen, die bei Vollauslastung der verursachenden Anlage zwischen 0,4 und 7,2 Prozent des gesetzlich zulässigen Wertes betragen.

Um die in Bayreuth gemessenen Immissionswerte besser einordnen zu können, verweist das städtische Umweltreferat auf folgenden Vergleich: Im Rahmen einer Studie für das Bayerische Landesamt für Umwelt wurde im Jahr 2004 mehr als 1.200 Messpunkte ausgewertet, die im Rahmen von ähnlichen Messkampagnen vermessen wurden. Diese Auswertung ergab, dass bei Betrachtung von 850 Messpunkten, von denen aus Sicht zu einer Mobilfunksendeanlage bestand, sich ein mittlerer Immissionswert von 4,54 Prozent vom Grenzwert (bei Maximalaus-lastung und Vollausbau der verursachenden Sendeanlage) ergab. An acht der neun Mess-punkte in Bayreuth liegen die Messergebnisse unter und bei einem Messpunkt über diesem Durchschnitt.

Im Jahr 2007 wurde bereits eine ähnliche Messkampagne vorgenommen. Dabei wurden auch Immissionen ermittelt, die durch regionale Rundfunk- und TV-Signale verursacht wurden. Sie erreichten etwa drei Prozent vom Grenzwert und wurden im wesentliche vom Sendeturm am Oschenberg verursacht. Inzwischen kann davon ausgegangen werden, dass derartige Immissionen im Stadtgebiet von Bayreuth signifikant abgenommen haben, da die beiden leistungsstarken analogen Fernsehsignale vom Sendeturm am Oschenberg im November 2008 abgeschaltet wurden. Die stattdessen in Betrieb genommenen digitalen Anlagen am deutlich weiter entfernten Ochsenkopf sind inzwischen installiert.

Die Messberichte können auf den städtischen Internetseiten heruntergeladen oder während der üblichen Dienstzeiten im Amt für Umweltschutz, Neues Rathaus, Luitpoldplatz 13, Zimmer 414, eingesehen werden.

Messbericht 2008 (pdf-Datei)