Stadt Bayreuth

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21.07.2006

Es tut sich was an Bayreuths Schulen

Das Ausbauprogramm der Stadt für Bayreuths Schulen hält Planer und Baufirmen ebenso auf Trab wie Schüler, Lehrer und Eltern. Schlag auf Schlag geht es derzeit, wenn die Stadt ihre Gymnasien fit für das G 8 macht. Aktuelles Beispiel: Am Richard-Wagner-Gymnasium (RWG) gab Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl jetzt den Startschuss für einen knapp 600 000 Euro teuren Erweiterungsbau, der der Ganztagsbetreuung der Schüler des RWG dient.

Es tut sich was an Bayreuths Schulen. Selten zuvor haben die baulichen Erfordernisse einer sich im Umbruch befindenden Schullandschaft die Stadt derart intensiv beschäftigt, wie gegenwärtig. Erst vor wenigen Wochen wurde Richtfest für einen neuen Aufenthaltsraum mit Mittagsverpflegung am Gymnasium Christian-Ernestinum gefeiert, dann folgte der Spatenstich für einen über zwei Millionen Euro teuren Erweiterungsbau am Graf-Münster-Gymnasium und jetzt ist das Richard-Wagner-Gymnasium an der Reihe.

Investitionen in den Bildungs- und Wirtschaftsstandort

„Bildung ist Zukunft – in Bayreuth wird dieser Slogan zur gelebten kommunalen Praxis“, freute sich Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl beim Spatenstich. Kaum eine Schule im Stadtgebiet, die derzeit nicht mit viel Aufwand auf Vordermann gebracht oder den baulichen Erfordernissen neuer bildungspolitischer Leitsätze angepasst werde. Und auch unabhängig von den „Großbaustellen“ des achtstufigen Gymnasiums oder der Ganztagsbeschulung an der Albert-Schweitzer-Schule werden die kommenden Wochen der Sommerferien nach Angaben des Oberbürgermeisters an vielen Schulen im Stadtgebiet für intensive Modernisierungs- und Verschönerungsarbeiten genutzt. „Ein Sanierungsmarathon als Investition in den Familien- und Wirtschaftsstandort Bayreuth“, so das Stadtoberhaupt.

Die Baumaßnahme am Richard-Wagner-Gymnasium wiederum wurde notwendig durch die neuen Erfordernisse an eine qualifizierte und pädagogisch sinnvolle Betreuung, wie sie die Einführung des achtstufigen Gymnasiums in Bayern mit sich bringt. Der zweigeschossige Baukörper gliedert sich in zwei Gebäudeteile, die durch ein Treppenhaus verbunden sind. Er bietet im Erdgeschoss unter anderem Platz für eine Cafeteria, einen Speisesaal, eine Küche und Sanitärräume. Im Obergeschoss entsteht Platz fürs Studieren, Lesen und Lernen sowie für einen vielseitig verwendbaren Gruppen-Mehrzweckraum. Insgesamt stehen der Schule künftig über 500 Quadratmeter an neuen Räumlichkeiten zur Verfügung, die ein modernes Wärmedämmverbundsystem als energiesparende Außenhaut erhalten.

Die Finanzierung der knapp 600 000 Euro teuren Investition erfolgt einmal mehr nahezu vollständig aus Mitteln des Bundesprogramms „Initiative Zukunft, Bildung und Betreuung“ (IZBB). Aus dem städtischen Haushalt fließen rund 64 000 Euro an Eigenmitteln.

Läuft alles nach Plan, so wird das RWG im Oktober Richtfest für den neuen Bau feiern können. Die Fertigstellung wird vom federführenden Hochbauamt der Stadt fürs zeitige Frühjahr 2007 angepeilt.