Stadt Bayreuth

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18.11.2005

ESVB: Krisengespräch im Rathaus

Schwere Zeiten für Bayreuths Eishockeysport: Die Verantwortlichen des Eissportvereins Bayreuth (ESVB) informierten Oberbürgermeister Dr. Dieter Mronz am Donnerstagabend bei einem Krisengespräch im Rathaus über die prekäre Situation, in die der Verein in der laufenden Saison geraten ist. Stadt und ESVB-Spitze appellieren an Bayreuths Sport- und Eishockeyfans, ihren Verein jetzt nicht im Stich zu lassen und der Mannschaft beim kommenden Heimspiel am Sonntag, 20. November, gegen den SC Riessersee mit einer eindrucksvollen Kulisse den Rücken zu stärken.

ESVB-Vorsitzender Karsten Kamper und Coach Stefan Kagerer erläuterten dem Oberbürgermeister eingehend die Schieflage, in die Bayreuths Eishockey-Flaggschiff durch ihnen bislang unbekannte finanzielle Altlasten früherer Jahre geraten ist. Finanziell stehe der Verein mit dem Rücken an der Wand.

Gemeinsames Interesse an attraktivem Eishockey

Der Oberbürgermeister zeigte sich betroffen über die aktuelle Entwicklung, zumal die Stadt seit dem Saisonstart im Vertrauen auf die ihr gemeldeten geordneten Verhältnisse kräftig mitgeholfen habe, das ESVB-Schiff flott zu halten. “Die Stadt ist der größte Sponsor des ESVB. Sie stellt dem Verein ein attraktives Stadion zum Nulltarif zur Verfügung und hat auch sonst auf mehreren Ebenen Hilfestellung geleistet.” Umso bedauerlicher sei die jetzige Situation. Das Rathaus stehe aber weiterhin solidarisch hinter dem Eissportverein. “Wir haben ein gemeinsames Interesse daran, in Bayreuth auch künftig attraktiven, höherklassigen Eishockeysport samt seiner breiten Nachwuchsarbeit für zur Zeit 150 Jugendliche anzubieten”, betonte das Stadtoberhaupt mit Hinweis auf das dafür vorgehaltene große Eisstadion. Man werde deshalb nichts unversucht lassen, den Verein bei seinen Sanierungsbemühungen zu unterstützen – so etwa bei der Suche nach potenten Werbepartnern. Dr. Mronz machte aber auch deutlich, dass direkte Geldleistungen aus dem städtische Haushalt zur Sanierung der Vereinsfinanzen nicht zulässig seien.

Die Frage, wie das ins Schlingern geratene Vereinsschiff wieder Kurs gewinnen kann, soll bei einem neuerlichen Gespräch im Kürze vertieft werden. Die Gesprächsrunde, an der auch Oberfrankens BLSV-Vorsitzender und Sportpfleger des Stadtrats Manfred Kreitmeier, der städtische Wirtschaftsrefent Ulrich Pfeifer, Sportamtsleiter Christian Möckel sowie ESVB-Jugendleiter Rainer Gundel teilnahmen, war sich einig, dass vor allem die aufwändige, wertvolle Jugendarbeit des ESVB durch die gegenwärtigen Turbulenzen keinen Schaden nehmen dürfe.