Bayreuth, 13.04.2013, 19 Uhr
Musikalische Leitung: Arn Goerke
Inszenierung: Jens Pesel
Bühne und Kostüme: Diana Pähler
Die Oper „Die tote Stadt“ von Erich Wolfgang Korngold wurde in Hof auf die Bühne gebracht – ein Werk, das mit einem ungewöhnlich großen Orchesterapparat aufwartet und extreme Anforderungen an die Sänger-Solisten stellt. Die beiden Hauptpartien gehören mit zum Schwersten, was die Opernliteratur im jugendlich-dramatischen Fach zu bieten hat. Mit Jennifer Maines ist eine Sängerin in Hof, die die Rolle der Marietta zurzeit auch am Tiroler Landestheater in Innsbruck mit großem Erfolg interpretiert. Die kanadisch-stämmige Sopranistin ist seit 2005 festes Ensemblemitglied in Innsbruck und war dort unter anderem als Salome, Senta und Jenufa zu erleben. Die Rolle des Witwers Paul, der seine verstorbene Frau Marie emotional nicht loslassen kann und schließlich seine Wünsche und Begierden auf die Tänzerin Marietta projiziert, von der er meint, sie gleiche der gestorbenen bis aufs Haar, wird gesungen vom Tenor Daniel Kirch.
Kirch stand zum Auftakt der Spielzeit erfolgreich als Florestan in Beethovens „Fidelio“ auf der Bühne des Theater Hof.
Für die Inszenierung der Oper „Die Tote Stadt“ konnte mit Jens Pesel ein renommierter Regisseur und Theaterleiter gewonnen werden.
„Die tote Stadt“ erlebte 1920 ihre Uraufführung. Von da an trat das Werk seinen Siegeszug an und wurde zu einer der meistgespielten Opern der 1920er Jahre. Mitte der 30er Jahre verhängten die Nazis ein Aufführungsverbot für den jüdischen Künstler Korngold. Erst ab 1975 kam es mit der Inszenierung der Oper an der City Opera New York zu einer nachhaltigen Korngold-Renaissance. Korngolds Partitur erinnert in ihrem Farbenreichtum an Richard Strauss. Gleichzeitig hat Korngold seine Oper mit einer Fülle prächtiger Melodien à la Puccini ausgestattet. Der Komponist, einst neben Richard Strauss meistgespielter Opernkomponist Österreichs und Deutschlands, folgte 1934 einer Einladung von Max Reinhardt nach Hollywood, wo er die Musik zu dessen Shakespeare-Verfilmung „Ein Sommernachtstraum“ arrangierte. Seine jüdische Herkunft zwang ihn schließlich ganz in die USA zu emigrieren, wo er in der Folge als Komponist für Filmmusik neue Maßstäbe setzte. Er komponierte unter anderem die Musik zu „Robin Hood“ (mit Errol Flynn) von 1938 und erhielt neben zahlreichen Nominierungen zweimal den Oscar für die beste Filmmusik (1937 und 1939).
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Veranstaltungsstätte:
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Veranstalter:
Theater Hof
Kulmbacher Straße 5
95030 Hof
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