Bayreuth, 06.01.2013, 17 Uhr
Komödie mit viel Mundart und ein wenig Hochdeutsch von Eberhard Wagner
Regie: Günter Heumann
Bühne/Kostüme: Jörg Masser
Musik: Hans Striedl
Licht/Video: Ronald Kropf
Maske: Andrea Ferri
Es spielen: Kerstin Haack, Heike Hartmann, Michaela Schoberth, Frank Ammon, Frank Joseph Maisel, Hans Striedl
Inhalt:
Im Alter sollen Weisheit und Gelassenheit kommen, und von Autoren erwartet man mit zunehmendem Lebensalter a weng was Filosofisches. Da sind die „großen Menschheitsfragen“ gefragt, Themen wie Glaube, Liebe, Hoffnung, Tod, Geburt, Leben, Sinn der menschlichen Existenz oder Glück, also die günstige, positive Fügung des Schicksals. Das Glück, sagt man, sei launisch, wechselhaft, werde manchmal unverdient vergeben und – das ist wohl das Entscheidende – der Mensch hat es nicht im Griff. Symbolischer Ausdruck dieser Wechselhaftigkeit ist das Glücksrad, das im Mittelalter als allegorischer Ausdruck vom Wechsel des Glücks sehr beliebt war.
Trennt man Glücksrad in Glücks- und -rad, gelangt man zu einem Menschen, der Glück heißt und ein Rad hat, ein Fahrrad. Damit war die Hauptperson meines Stückes gefunden: Glück, Anton, ein Mann, der sich eines Tages so sehr über sich selbst geärgert hat, dass er sich auf dem Marktplatz hat stehen lassen, um Indianer zu werden, das heißt sich eine zweite Identität zu verschaffen. Seitdem, sagt er, habe er nur noch Glück. Dabei ist nie ganz sicher, ob er das nur träumt – zum Beispiel dass die Studentin Manuela ihn lieben und indianisch heiraten wird, dass er, sein Fahrrad zum Glücksrad umfunktionierend, einen riesigen Lottogewinn für die Hausgemeinschaft herbeizaubern wird, dass alle kleineren und größeren Probleme der Mitbewohner sich zum Guten wenden, und so weiter. Ja, das wäre schön, wenn man die Welt auf diese Art und Weise in Ordnung bringen könnte – wenn nur die Menschen nicht so wären, wie sie nun eben mal sind. Weil sie sich nichts anderes vorstellen können, verengt sich „Glück“ letzten Endes immer wieder zu „Geld“. Und so rennen sie am Ende buchstäblich dem Glück = Geld hinterher, wie es schon Bertolt Brecht in der „Dreigroschenoper“ beschrieben hat: „Ja, renn nur nach dem Glück/ Doch renne nicht so sehr!/ Denn alle rennen nach dem Glück/ Das Glück rennt hinterher“. Und für Anton Glück ist wieder mal ein Traum geplatzt. Aber wie wir ihn kennen gelernt haben, wird er bald wieder träumen. Positiv.
Spieldauer 1 Stunden 45 Minuten. Eine Pause.
Vorverkauf: Theaterkasse Bayreuth, Opernstraße 22, 95444 Bayreuth (Öffnungszeiten: Montag bis Freitag,
9 bis 18 Uhr, Samstag, 9.30 Uhr bis 12.30 Uhr), Telefon 09 21/6 90 01 www.theaterkasse-bayreuth.de
E-Mail: info@kurier-tickets.de
Veranstaltungsstätte:
Studiobühne
Röntgenstraße 2
95447 Bayreuth
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Veranstalter:
studiobühne bayreuth e.V.
Röntgenstraße 2
95447 Bayreuth
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