Bayreuth, 03.08.2013, 14 - 18 Uhr
Jean Pauls Werke werden heutzutage oft auf gängige Aphorismen reduziert, prägnant-geistreiche, in sich geschlossene Sinnsprüche in Prosa, die eine Erkenntnis, Erfahrung oder Lebensweisheit vermitteln. Sie beziehen sich oft auf alltägliche Situationen und menschliche Verhaltenweisen, die ihrerseits dem Dichter zu denken gegeben haben. Und weil von Zeitzeugen berichtet wurde, er habe Dialekt gesprochen, gehen wir davon aus, dass er auch „im Dialekt“ gedacht hat. Ein kurzes Beispiel: Sei ein Ja oder Nein, aber kein Dazwischen. Vor-Gedanken im Dialekt: Ich will wissen, wie ich mit die Lait droo bin. Wenn aaner daherkummt und sogt: „Ich sooch net so und ich sooch net so, dann konn hintn-nooch kaaner vo mir behauptn, ich hät so oder so gsogt“, dann konna mir gstohln bleim. Mit so an will ich nix zu schaffn hoobm.
Die Aphorismen liest Hans Walter Bottenbruch, die mundartlichen Vor-Gedanken verfasste und liest Eberhard Wagner.
Veranstaltungsstätte:
Jean Paul Stube Rollwenzelei
Königsallee 84
95448 Bayreuth
Lageplan
Veranstalter:
Kulturamt und Rollwenzelei
| Fr. 24.05. | Sa. 25.05. |
|
|
| 5°C / 11°C | 6°C / 14°C |
| leichter Regen | Regen |