Stadt Bayreuth

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24.08.2009

Ferienzeit ist Sanierungszeit

Energetische Gebäudesanierung ein Schwerpunkt bei aktuellen Arbeiten an Bayreuths Schulen

Während Schüler und Lehrer derzeit ihre wohl verdienten Sommerferien genießen, geht es in so mancher Bayreuther Schule drunter und drüber. Auf über 20 Baustellen sind derzeit jede Menge Handwerker unterwegs, die im Auftrag des Hochbauamtes der Stadt Bayreuth die Gebäude und/oder Außenanlagen wieder auf Vordermann bringen. Eine große Rolle spielt dabei – wie auch schon in den vergangenen Jahren – die energetische Gebäudesanierung, die nicht nur dazu beiträgt, die Energiekosten zu reduzieren, sondern auch die Umwelt zu schonen.

Insgesamt acht Millionen Euro hat die Stadt Bayreuth in den vergangenen fünf Jahren in die energetische Gebäudesanierung gesteckt, 2,5 Millionen Euro davon allein in diesem Jahr – Mittel, die in erheblichem Umfang aus dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung finanziert werden können.

Von den Bemühungen der Stadt um eine möglichst konsequente energetische Gebäudesanierung profitieren derzeit unter anderem auch die Schule St. Johannis, die Berufliche Oberschule Bayreuth (BOS), das Graf-Münster-Gymnasium (GMG) und die Schule Meyernberg. Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl hat jetzt exemplarisch an diesen Schulen die laufenden Bauarbeiten bei einer Presserundfahrt der Öffentlichkeit vorgestellt.

Schule St. Johannis
70.000 Euro investiert die Stadt hier in den Austausch der Fensterwand-Elemente der Pausenhalle und der Fenster. Anstatt der alten, thermisch nicht getrennten Aluminiumfenster erhält die Schule neue Kunststofffenster. Außerdem wird die Heizungsanlage durch eine Druckhaltestation für 20.000 Euro optimiert.

Berufliche Oberschule
180.000 Euro sind heuer für den Altbau der BOS veranschlagt. Damit werden die Nord- und Ostfassade energetisch ertüchtigt, die alten Holzfenster gegen neue Kunststofffenster (insgesamt 26 Fensterelemente) ersetzt sowie 470 Quadratmeter Wärmedämmverbundsystem aufgebracht. Außerdem wird der Sonnenschutz erneuert und an der Nordseite ein neues Türelement eingebaut.

Graf-Münster-Gymnasium
Hier hat eine der größten Photovoltaikanlagen in der Stadt ihre Arbeit aufgenommen. Wie bei allen anderen Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden auch, hat die Stadt das Dach zur Verfügung gestellt, die Firma hat die Anlage auf ihre Kosten gebaut, und die Stadt ist prozentual am Einspeiserlös beteiligt. Von dem neu gebauten Blockheizkraftwerk plus Gasmotor, in das das Hochbauamt insgesamt 104.500 Euro investiert hat, wird die Stadt ebenfalls profitieren.

Außerdem steht am GMG heuer eine Sanierung des Pausenhofes an, bei der der Asphaltbelag entfernt und stattdessen gepflastert wird sowie der alte Erdtank gegen eine Regenwasserzisternenanlage ausgetauscht wird, die aus drei Behältern mit je elf Kubikmetern Fassungsvermögen besteht und langfristig das Wasser für die Toiletten liefern soll. Um die drei Bäume im Pausenhof sollen Rundbänke aufgestellt werden, von denen eine vom Elternbeirat gespendet wird. Zudem werden die Eingangstreppen zum Schwimmbad und zum Ostbau erneuert, ein neuer Baum gepflanzt und ein Schachfeld im Pflaster gebildet. Kosten für die gesamte Sanierung inklusive Regenwasserzisternenanlage und Erneuerung von Elektro-Hauptverteilungen: zirka 200.000 Euro.

OB Dr. Hohl mit Hochbauamtsleiter Norbert Will und Baureferent Friedrich Taubmann (von links) vor dem Graf-Münster-Gymnasium

Schule Meyernberg
Dank des Konjunkturpaketes II der Bundesregierung kann auch die energetische Sanierung an der Meyernberger Schule zügig voranschreiten. Bereits vergangenes Jahr sanierte die Stadt das Flachdach und installierte eine Photovoltaikanlage. Heuer können nun noch die Fenster des Atriums und die Eingangstürenelemente ausgetauscht sowie die Fassade im Atriumbereich mit einem Wärmedämmverbundsystem versehen werden. Der Kostenaufwand beträgt rund 250.000 Euro.

„Kinder sind unsere Zukunft. Deswegen wird die Stadt Bayreuth auch in den nächsten Jahren alles Mögliche dafür tun, um für moderne und umweltgerechte Schulräumen zu sorgen, die den Anforderungen einer sich wandelnden Bildungslandschaft gerecht werden. Und dass wir mit der energetischen Sanierung gleichzeitig auch noch Energiekosten sparen und die Umwelt schonen können, ist natürlich perfekt“, so Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl. Die energetische Gebäudesanierung passe darüber hinaus hervorragend zur Zielsetzung der Klimaregio Bayreuth, die die Stadt gemeinsam mit dem Landkreis Bayreuth, der Regierung von Oberfranken, dem Bezirk und dem Landkreis gegründet hat.

Informationen zur Klimaregio Bayreuth >>