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19.05.2009

Festwoche: Zum vorerst letzten Mal im Opernhaus

Fränkische Festwoche bietet vor der anstehenden Renovierungsphase modernes Ballett im historischen Ambiente

Zum vorerst letzten Mal lädt die traditionelle Fränkische Festwoche im Mai ins historische Ambiente des Markgräflichen Opernhauses ein. Dem barocken Prachtbau steht ab 2010 eine mehrjährige Sanierungsphase bevor. Für Besucher ist das Opernhaus daher nur noch bis zum Jahresende 2009 geöffnet. Neben zwei Singspielabenden mit dem Münchner Gärtnerplatztheater (28./29. Mai; “Liebe und Eifersucht” von E.T.A. Hoffmann) stehen auch zwei Aufführungsabende mit dem TanzTheater München auf dem Programm der Festwoche. Geboten wird modernes Ballett vom Feinsten.

Am 25./26. Mai, jeweils um 19.30 Uhr, darf sich das Publikum der Fränkischen Festwoche auf das Handlungsballett „Romeo und Julia“ nach der Tragödie von William Shakespeare zur Musik von Sergej Prokofjew freuen. Das Staatstheater am Gärtnerplatz gastiert mit dieser Produktion in der Choreographie von Hans Henning Paar und unter der musikalischen Leitung von Andreas Kowalewitz.

Im Zentrum der beiden Ballettabende steht eine der schönsten und tragischsten Liebesgeschichten der Weltliteratur. Die Fehde zwischen den Familien Capulet und Montague ist zu einem Ballettklassiker geworden, der immer wieder aufs Neue berührt. 1938 uraufgeführt, erlebt das Stück nun durch Hans Henning Paar eine zeitgenössische Übertragung, eigenwillig und spannend, auch wenn sich Paar eng an die dramatische Vorlage hält.

Dynamische Bewegungssprache

Hier bestimmen nicht, wie noch 1962 bei der Inszenierung John Crankos, Spitzentanz und neoklassisches Ballett die Atmosphäre, sondern ein barfuß getanzter Modern-Dance Pas de deux, der den dramatischen Plot in eine dynamische Bewegungssprache überträgt – ohne Pomp und Kostümrausch. Der ‚nackte’ Körper ersetzt hier vieles: die todbringenden Waffen, die dem übermütigen Mercutio und schließlich dessen Mörder Tybalt zum Verhängnis werden, sind hier nicht Degen, Dolch und Messer, es würgen Hände, greifen Arme, kämpfen Leiber. Sergej Prokofjew komponierte für „Romeo und Julia“ eine der wohl bekanntesten Ballettmusiken überhaupt. Seitdem beherrscht dieses Ballett weltweit die Bühnen als eines der großen Theaterereignisse des 20.Jahrhunderts.

Für die beiden Ballettabende wird wieder eine Werkeinführung angeboten, die am Dienstag, 12. Mai, 19.30 Uhr, im Zentrum, Äußere Badstraße 7 a, stattfindet. Hans Henning Paar, künstlerischer Leiter des TanzTheaterMünchen und Chefchoreograf, führt mit Mitgliedern des Tanzensembles in den Ballettabend ein.

Karten gibt’s bei der Theaterkasse

Karten für die beiden Aufführungen im Markgräflichen Opernhaus sind an der Theaterkasse, Luitpoldplatz 9, (geöffnet: Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr, Samstag von 9 bis 14 Uhr), Telefon 09 21/6 90 01, e-Mail: info@kurier-tickets.de, erhältlich.

>> Weitere Infos zur Fränkischen Festwoche