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11.09.2008

Feuerwehr-Aktionswoche 2008

Vom 20. bis 28. September: Zahlreiche Übungen und ein „Tag der offenen Tür“ in der Feuerwache

Plakat zur Feuerwehr-Aktionswoche 2008„Wir sorgen für Ihre Sicherheit – tun Sie es auch!“ Dies ist das Motto der diesjährigen, bayernweiten Feuerwehr-Aktionswoche, die vom 20. bis 28. September stattfindet.

Jährlich sterben in der Bundesrepublik etwa 600 Menschen an den Folgen von Verbrennungen oder ersticken im Brandrauch. Weitere 6.000 werden dabei verletzt. Die meisten Brände passieren zu Hause. Die diesjährige Feuerwehr-Aktionswoche hat es sich daher zum Ziel gesetzt, die Bevölkerung für Brandgefahren im Haushalt zu sensibilisieren sowie über Rauchmelder und das richtige Verhalten bei Bränden zu informieren. Begleitet wird sie von mehreren Übungen, bei denen die Freiwilligen Feuer-wehren (FFW) Bayreuth, Laineck und Wolfsbach von Samstag, 20. September, bis Sonntag, 28. September, den Ernstfall proben. Zum Abschluss gibt’s einen „Tag der offenen Tür“ in der Neuen Feuerwache.

Die unbeaufsichtigte Kerze, das vergessene Essen auf dem Herd, das eingeschaltete Bügeleisen, spielende Kinder, die eine Herdplatte einschalten oder einen heißen Topf vom Kochfeld ziehen – all das sind Beispiele für Brandursachen und Auslöser für rund 3.800 Wohnungsbrände, zu denen die Feuerwehren Bayerns jährlich ausrücken müssen. Viele der rund 600 Brandtoten könnten noch leben, wenn in der Wohnung ein Rauchmelder installiert wäre. „Wertvolle Zeit kann gewonnen werden, denn durchschnittlich bleiben nur vier Minuten, um sich in Sicherheit zu bringen“, betont Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl. Eine Rauchvergiftung kann sogar schon nach zwei Minuten tödlich sein.

Kühlen Kopf und Ruhe bewahren

Der erste Schritt nach der Entdeckung eines Brandes ist es, die Türe zum Brandraum zu schließen und die Feuerwehr (Notruf 112) zu verständigen sowie nach Möglichkeit eine genaue Ortsbeschreibung und eine Einschätzung der Lage zu liefern. „Einen kühlen Kopf und Ruhe bewahren ist oberstes Gebot. Warnen Sie Betroffene und nehmen Sie verletzte oder hilflose Menschen mit“, appelliert Dr. Hohl. Dabei sollte man immer im Hinterkopf behalten: Kinder in Panik verstecken sich gerne – und: Keine Aufzüge benutzen!

Eine immer noch unterschätzte Gefahr ist die Rauchentwicklung. Rauchvergiftungen machen etwa 80 Prozent der Todesursachen bei Bränden aus. Deshalb sollte man bei verrauchten Treppenhäusern und Korridoren im Zimmer bleiben, Türen abdichten und sich am Fenster bemerkbar machen bis die Feuerwehr eintrifft. Ist eine Flucht durch den Rauch unumgänglich, sorgt die Fortbewegung am Boden für bessere Sicht. Im Ernstfall gilt: Die Rettung von Personen steht vor der Brandbekämpfung. Wertvolle Sekunden können gewonnen werden, indem die Feuerwehr eingewiesen und vor dem Haus in Empfang genommen wird.

Die Freiwillige Feuerwehr wurde im vergangenen Jahr 869 Mal alarmiert

Die Stadt Bayreuth unterhält eine Freiwillige Feuerwehr mit einer Ständigen Wache. Dort versehen bis zu zwölf hauptberufliche Feuerwehrkräfte 24 Stunden Dienst und sind sofort einsatzbereit. Bei größeren Schadensereignissen, wie etwa einem Dachstuhlbrand oder Unwettern werden die hauptamtlichen Kräfte von den freiwilligen Feuerwehrleuten unterstützt. Diese werden über Funkmeldeempfänger und Sirenen zu Hause oder auf der Arbeit alarmiert und stehen in kürzester Zeit der hilfesuchenden Bevölkerung zur Verfügung – egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit.

Die Freiwillige Feuerwehr Bayreuth wurde nach Angaben des Oberbürgermeisters im vergangenen Jahr 869 Mal alarmiert. Sie wurde zu 297 Brandeinsätzen und 572 Hilfeleistungen gerufen. Bei diesen Einsätzen wurden insgesamt 40 Personen aus lebensbedrohlicher Lage gerettet. Leider mussten auch vier Tote geborgen werden.

Zur Unterstützung der Ständigen Wache wurde die Freiwillige Feuerwehr 2007 insgesamt 171 Mal nachalarmiert. Zusätzlich wurden bei insgesamt 510 Veranstaltungen 6.767 Stunden für Sicherheitswachen abgeleistet, wozu die Feuerwehren durch das Bayerische Feuerwehrgesetz verpflichtet sind.

„Die Freiwilligen Feuerwehrleute stellen sich jederzeit zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger. Dieser enormen Herausforderung opfern sie privat wie auch beruflich viel Zeit. Sie brauchen sehr viel Toleranz und Unterstützung von ihren Familien und Arbeitgebern, um im Ernstfall jedem in unserer Stadt eine fachgerechte und schnelle Hilfe zukommen zu lassen“, so OB Dr. Hohl.

Tag der offenen Tür in der Feuerwache

Bei der bevorstehenden Aktionswoche möchte die Feuerwehr aber nicht nur ihr Können und ihre Schlagkraft demonstrieren, sondern auch über ihre Arbeit berichten und zur Vermeidung von Gefahren beitragen. Der Oberbürgermeister lädt daher alle Mitbürgerinnen und Mitbürger, jung und alt, herzlich ein, die Veranstaltungen der Aktionswoche zu besuchen und sich ein Bild vom großen Einsatzpotential der Freiwilligen Feuerwehren zu machen. Die erste Veranstaltung wird am Samstag, 20. September, um 10 Uhr, mit einer Auftaktübung am Gebäude Maximilianstraße 6/Ecke Schlossberglein stattfinden.

Weitere Übungen finden vom 20. bis 26. September statt, ehe am Sonntag, 28. September, die Aktionswoche mit einem „Tag der offenen Tür“ in der Neuen Feuerwache, An der Feuerwache 4, zu Ende geht.


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