Stadt Bayreuth

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06.10.2006

Fitnessprogramm fürs Wagner-Gymnasium

Das Ausbauprogramm der Stadt für Bayreuths Schulen hält Planer und Baufirmen ebenso auf Trab wie Schüler, Lehrer und Eltern. Schlag auf Schlag geht es derzeit, wenn die Stadt ihre Gymnasien fit für das G 8 macht. Aktuelles Beispiel: Am Richard-Wagner-Gymnasium (RWG) konnte Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl jetzt gemeinsam mit zahlreichen geladenen Gästen Richtfest für einen Erweiterungsbau feiern, der der Ganztagsbetreuung der Schüler des RWG dienen wird. Die Baukosten für das Projekt belaufen sich auf rund 800 000 Euro. 

Es tut sich was an Bayreuths Schulen. Selten zuvor haben die baulichen Erfordernisse einer sich im Umbruch befindenden Schullandschaft die Stadt derart intensiv beschäftigt, wie gegenwärtig. “Bildung ist Zukunft – in Bayreuth wird dieser Slogan zur gelebten kommunalen Praxis”, freute sich Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl beim Richtfest. Kaum eine Schule im Stadtgebiet, die derzeit nicht mit viel Aufwand auf Vordermann gebracht oder den baulichen Erfordernissen neuer bildungspolitischer Leitsätze angepasst wird.

Und auch unabhängig von den “Großbaustellen” des achtstufigen Gymnasiums oder der Ganztagsbeschulung an der Albert-Schweitzer-Schule wurden beispielsweise die Wochen der zuende gegangenen Sommerferien nach Angaben des Oberbürgermeisters an über 20 Schulen im Stadtgebiet für intensive Modernisierungs- und Verschönerungsarbeiten genutzt. “Ein Sanierungsmarathon als Investition in den Familien- und Wirtschaftsstandort Bayreuth. Denn unsere Stadt soll auch künftig attraktiv für junge Familien mit Kindern sein. Ein  umfassendes Spektrum schulischer Angebote der Aus- und Forbildung ist hierfür unverzichtbar”, so das Stadtoberhaupt.

Platz fürs Studieren und Lernen

Die Baumaßnahme am Richard-Wagner-Gymnasium wurde notwendig durch die neuen Erfordernisse an eine qualifizierte und pädagogisch sinnvolle Betreuung, wie sie die Einführung des achtstufigen Gymnasiums in Bayern mit sich bringt. Der zweigeschossige Baukörper gliedert sich in zwei Gebäudeteile, die durch ein Treppenhaus verbunden sind. Er bietet im Erdgeschoss unter anderem Platz für eine Cafeteria, einen Speisesaal, eine Küche und Sanitärräume. Im Obergeschoss entsteht Platz fürs Studieren, Lesen und Lernen sowie für einen vielseitig verwendbaren Gruppen-Mehrzweckraum. Insgesamt stehen der Schule künftig über 500 Quadratmeter an neuen Räumlichkeiten zur Verfügung, die ein modernes Wäremdämmverbundsystem als energiesparende Außenhaut erhalten.

Die Finanzierung der rund 800 000 Euro teuren Investition erfolgt in großen Teilen aus Mitteln des Bundesprogramms “Initiative Zukunft, Bildung und Betreuung” (IZBB).

Voraussichtlich Mitte bis Ende Oktober wird die Montage der Fenster vorgenommen, so dass der Bau dann winterdicht ist und die Rohinstallation der haustechnischen Gewerke im Gebäude vorgenommen werden kann. Läuft alles nach Plan, so wird das RWG den neuen Bau, der in Regie des Hochbauamts der Stadt errichtet wird, zum Beginn des Schuljahres 2007/2008 in Betrieb nehmen können.