Stadt Bayreuth

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11.03.2009

Flugplatz-Hangar: Stadt verhandelt mit Investor

OB Dr. Hohl weist Vorwürfe der Ungereimtheiten zurück

Bayreuths Flugplatz am Bindlacher BergDie Stadt Bayreuth weist die jüngsten Vorwürfe von SPD-Stadträtin Christa Müller-Feuerstein im Zusammenhang mit der Diskussion um den Bau eines Hangars am Bayreuther Regionalflugplatz mit Nachdruck zurück. Von Versäumnissen könne bei diesem Thema keine Rede sein, so Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl. „Die fixe Idee von Frau Müller-Feuerstein, dem Rathaus hier Ungereimtheiten anzudichten, wird durch ständige Wiederholungen nicht richtiger.“

Die Stadt befindet sich derzeit nach Angaben des Oberbürgermeisters in Gesprächen mit einem privaten Investor, der Interesse am Bau und der Vermietung eines Hangars am Bayreuther Flugplatz signalisiert hat. „Diese Kontakte haben sich aber erst nach dem Grundsatzbeschluss des Stadtrats zum Bau eines Flugplatz-Hangars in städtischer Regie ergeben und werden selbstverständlich völlig ergebnisoffen geführt“, betont Dr. Hohl. Und: Sollten sich die Investitionsabsichten weiter verdichten und als tragfähig erweisen, werde er die Stadtratsgremien umgehend wieder mit dem Thema Flugplatz-Hangar befassen. Es sei dann Aufgabe der Gremien zu entscheiden, ob ein derartiges Infrastrukturprojekt, wie bislang beabsichtigt, in städtischer oder aber in privater Regie umgesetzt werden soll.

Der Umstand, dass sich hier ein privater Investor ins Spiel bringe, belege jedenfalls, so Dr. Hohl weiter, dass der Bau und die Vermietung eines solchen Hangars keine städtische Gefälligkeit sei, sondern wirtschaftlich lohnend betrieben werden könne und eine attraktive Geschäftsidee darstelle – sei es in städtischer oder privater Regie.

Die von Müller-Feuerstein angesprochenen privaten Sanierungs- und Entwicklungskonzepte für Bayreuths Regionalflugplatz sind im Rathaus bekannt. Sie wurden seitens der städtischen Wirtschaftsförderung mehrfach eingehend geprüft. „Auch hier braucht sich die Stadt keine Versäumnisse vorhalten zu lassen“, betont OB Dr. Hohl. Leider seien den gegenüber dem Rathaus mehrfach angekündigten Absichten zur Ansiedlung von weiterem Gewerbe rund um den Flugplatz keinerlei konkrete Schritte gefolgt. Belastbare Ergebnisse liegen der Stadt trotz vielfacher Gespräche bis heute nicht vor.

Wichtiges Impulsprojekt

Die Stadt, so Dr. Hohl weiter, werde sich auch in Zukunft bei der Weiterentwicklung ihres Flugplatzes nicht ausschließlich auf private Impulse verlassen. „Bayreuth befindet sich als Standort in einem harten Konkurrenzkampf. Wir sind hier gefordert, für ein leistungsfähiges und zukunftsorientiertes Management zu sorgen.“ Im Rahmen der Arbeiten an einem Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept für Bayreuth sei daher auch der Aspekt der Ansiedlungs- und Entwicklungsfunktion des Flugplatzes untersucht worden. Der Flugplatz und sein Umfeld sind als wichtiges Impulsprojekt der Stadt Teil einer Logistikachse. Bei einem Experten-Workshop sei ein Maßnahmenbündel angestoßen und in anschließenden Arbeitskreisen weiter vertieft worden, das helfen soll, die defizitären Betriebskosten des Flugplatzes zu senken. Es reicht von der Komplettierung der Infrastruktur bis hin zum professionellen Flugplatzmanagement. Eine ganze Reihe von diesen Schritten wurde bereits umgesetzt.

Er werde dem Ältestenausschuss, so Dr. Hohl abschließend, in seiner Sitzung im April einen Bericht vorlegen, der über den Status quo informiert und Maßnahmen zur weiteren Verbesserung der Leistungsfähigkeit des Verkehrslandeplatzes vorschlägt.