Stadt Bayreuth

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23.07.2008

Forschen für die Integration

Stadt will in ihrer langfristigen Integrationsarbeit von wissenschaftlicher Forschung auf europäischer Ebene profitieren

OB Dr. Hohl mit den Vertretern der Universität Bayreuth und SouthamptonDie Stadt Bayreuth geht in ihrer Integrationspolitik neue Wege. In Regie des von Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl geschaffenen Amtes für Integration wird derzeit an den konzeptionellen Grundlagen hierfür gearbeitet. Dabei wird die Stadt von der Universität Bayreuth – Lehrstuhl Bevölkerungs- und Sozialgeographie – wissenschaftlich begleitet. Außerdem kooperiert die Universität Southampton zu diesem Thema sowohl mit der Universität Bayreuth als auch mit der Stadt.

Eine wichtige Rolle spielt vor diesem Hintergrund das Projekt „Searching for Neighbours“ (SeFoNe) der EU. Es untersucht die Bedeutung territorialer und mentaler Grenzen in multikulturellen Regionen der Europäischen Union. Im Blickpunkt stehen Grenzerfahrungen von Personen mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund.

Entstanden in enger Kooperation des Europäischen Forschungsprojekts „SeFoNe“ mit der Stadt Bayreuth – Amt für Integration -, dem Evangelischen Bildungswerk Bayreuth-Bad Berneck, dem Zentrum, den IWALEWA-Haus und die Universitäten Southampton, Bayreuth und Chemnitz bietet das Projekt „Neue Nachbarschaften“ eine in dieser Form einzigartige Integration von kulturellen, wissenschaftlichen und sozialen Aspekten.

„Die Zusammenarbeit zwischen der Stadt Bayreuth, der hiesigen Universität und den Universitäten Southampton und Chemnitz ist in diesem Bereich einmalig. Sie dient zum einen der wissenschaftlichen Arbeit und zum anderen dem Erfahrungsaustausch im Rahmen dieses Projekts“, so Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl. Dieser Erfahrungsaustausch über die interkulturelle Integrationsarbeit erstrecke sich nicht nur auf die Städte Bayreuth und Chemnitz, sondern beziehe die europäische Ebene mit ein.

Vom 18. bis 23. Juli fand vor diesem Hintergrund in Bayreuth das „SeFoNe“-Forschungsmeeting zwecks Organisation eines Fotographie-Workshops, der Planung der Abschlussveranstaltung mit Symposium und einem Konzert statt.

Nach Abschluss der einjährigen Forschungsphase im Herbst dieses Jahres und Aufarbeitung der gewonnenen Daten sollen die Ergebnisse der Forschungsarbeit der „SeFoNe“-Mitarbeiter im Oktober 2009 in Bayreuth präsentiert werden. Neben dieser Vorstellung der Ergebnisse und daraus resultierenden Anregungen für die Integrationspolitik steht der Erfahrungsaustausch von lokalen Aktivisten, Politikern, Vertretern von Migrantenvereinigungen und Wissenschaftlern aus verschiedenen europäischen Nationen im Fokus des geplanten Symposiums.