Stadt Bayreuth

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02.01.2015

Fortschritte beim Ringen um eine bessere Bahnanbindung

Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe sieht 2014 als ein Jahr der wichtigen Schritte auf dem Weg zur Elektrifizierung der Franken-Sachsen-Magistrale

Im Ringen um eine bessere Bahnanbindung Bayreuths und der Region sind im Jahr 2014 wichtige Fortschritte erreicht worden. „Wir haben noch einen langen Weg vor uns, was jedoch 2014 erreicht worden ist, gibt Anlass zur Hoffnung, dass die seit langem geforderte Elektrifizierung der Franken-Sachsen-Magistrale von Nürnberg nach Dresden samt einer leistungsfähigen Einbindung Bayreuths näher rückt“, so Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe.

Das Jahr 2014 brachte wichtige Fortschritte bei den Bemühungen um eine bessere Bahnanbindung Bayreuths.

Nach der Inbetriebnahme der elektrifizierten Teilstrecke von Reichenbach i.V. bis Hof im Dezember 2013 wurden 2014 die Vorplanungen für den nächsten Abschnitt von Hof über Marktredwitz nach Cheb fast zu Ende gebracht. Im Dezember haben zudem das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur sowie die Deutsche Bahn die Finanzierungsvereinbarung für den restlichen Abschnitt Marktredwitz – Nürnberg unterzeichnet. Damit werden diese Vorplanungen, die auch die Tunnelabschnitte im südlichen Fichtelgebirge sowie im Pegnitztal umfassen, in nächster Zeit beginnen können.

„Dies sind wichtige Schritte auf dem Weg zur Elektrifizierung der Franken-Sachsen-Magistrale“, so die Oberbürgermeisterin über dieses in Fachkreisen noch vor wenigen Jahren kaum für möglich gehaltene Ergebnis. Hinzu kommt, dass sich mittlerweile auch die Deutsche Bahn zur Elektrifizierung nach Nürnberg bekennt.

Auf betrieblicher Seite hat sich im vergangenen Jahr ebenfalls manches geändert. Seit dem Fahrplanwechsel Mitte Dezember fahren vier statt wie bisher drei Züge innerhalb von zwei Stunden von Bayreuth nach Nürnberg – der Wermutstropfen: es gibt keine gleichmäßigen Abfahrtszeiten. Abgewendet werden konnte die Fahrzeitverlängerung um eine dreiviertel Stunde von Franken nach Dresden, allerdings muss in Hof bei unwesentlich längeren Fahrzeiten noch das Umsteigen in Kauf genommen werden.

Das bisher Erreichte kommt nicht von ungefähr. „Wir arbeiten ständig daran, die Einigkeit unter den betroffenen Regionen, Kommunen und Institutionen sicher zu stellen. Nur so kann ausreichend Gehör und politischer Druck entstehen“, so Merk-Erbe.

Unterstützung von Nürnbergs Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly

Die großen Herausforderungen jedoch stehen noch bevor: Einerseits die Aufnahme der Franken-Sachsen-Magistrale in die vordringlichsten Kategorien des Bundesverkehrswegeplanes und andererseits der optimal auf die Abfahrtszeiten im ICE-Knoten Nürnberg ausgerichtete Fahrplan der Regionalexpresszüge aus Bayreuth. Für Ersteres hat sich jüngst auch Nürnbergs Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly in einem Schreiben an Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt stark gemacht. Maly ist zugleich Vorsitzender des Zweckverbands Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN). In seinem Schreiben bittet auch er den Verkehrsminister dringend, sich für die Aufnahme der Elektrifizierung der Strecke Nürnberg-Marktredwitz-Hof einschließlich der Abzweige nach Bayreuth und Cheb mit zweitem Gleis in den Bundesverkehrswegeplan 2015 mit hoher Priorität einzusetzen.

Problematisch für das zentrale Ziel der baldigen Elektrifizierung nach Nürnberg könnten die Versuche aus der mittleren Oberpfalz sein, die Elektrifizierung von Nürnberg über Amberg und Schwandorf nach Prag an Stelle der Franken-Sachsen-Magistrale durchzusetzen. Oberbürgermeisterin Merk-Erbe hierzu: „Ich hoffe jedoch, dass wir hier die besseren, die entscheidenden Argumente auf unserer Seite haben. Die Elektrifizierung der Sachsen-Franken-Magistrale ist nun einmal für das Zusammenwachsen von Europa und nicht zuletzt für die Entwicklungschancen unserer Region unverzichtbar. Dies werden wir übrigens auch in einem deutsch-tschechischen Symposium Ende Januar in Marktredwitz erneut an die Spitzen von Bund und Bahn heran tragen.“