Stadt Bayreuth

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07.10.2014

Fotografie und Malerei aus dem Burgenland

Steve Haider und Hermann Serient präsentieren ihre Arbeiten im Oktober im Neuen Rathaus

„Fotografie und Malerei aus dem Burgenland: Steve Haider – Hermann Serient“ lautet der Titel der Ausstellung, die im Rahmen der Kulturpartnerschaft Bayreuths mit dem österreichischen Burgenland vom 8. bis 30. Oktober in der Ausstellungshalle des Neuen Rathauses gezeigt wird. Eröffnet wird die Ausstellung am Mittwoch, 8. Oktober, um 18 Uhr.

Hermann Serient beschäftigt sich mit zeitkritischen, gesellschaftspolitisch relevanten Themen. Skurrile Gestalten in einer zerstörten und veränderten Welt prägen seine Bildsprache. In seinen Arbeiten erkennt man trotz aller optischen Gefälligkeit die Tristesse, die Einsamkeit und das Nebeneinander in unserer Gesellschaft. Serient geht es vor allem um den symbolischen Gehalt und die Ergründung des Zwischenmenschlichen in unserem Alltag. Seine Bilder erzählen Geschichten, in die sich der Betrachter hineinleben und einfühlen muss. Seine Botschaft ist hintergründig und verborgen. 

In den Arbeiten des Fotografen Steve Haider werden der Mensch und sein Bezug zum Raum thematisiert. Der freie, intuitive fotografische Ansatz bildet den Kern des Zugangs zu seinen Motiven, die spontan aus dem Leben und dem Alltag kommen.

Die Gegenüberstellung der beiden Künstler in der Ausstellung im Bayreuther Rathaus bildet trotz unterschiedlicher Bildsprache einen gelungenen Dialog.

Hermann Serient (geb. 1935 in Melk/Donau)

Hermann Serient ist ein künstlerisches Multitalent, das nach seiner Ausbildung zum Goldschmied zunächst per Autostopp für einige Jahre durch Europa trampte und während dieser Zeit von seiner Tätigkeit als Maler und Jazzmusiker lebte. 1965 übersiedelte er nach Rohr im Burgenland, wo der „Heanzenzyklus“, eine große Serie von Bildern über das Südburgenland und seine Bewohner, entstand. Nebenbei experimentierte er mit selbstgemachten Instrumenten, fotografierte und machte Trickfilme für den ORF.

Als Vorläufer der Grünen-Bewegung in Österreich griff er ab den 1970er Jahren verstärkt gesellschaftliche und umweltpolitische Themen auf. Es entstanden unter anderem die Zyklen „Ikonen des 20. Jahrhunderts“ und „Das Irrsein hat schon begonnen“. Ab 1983 folgten Landschaftszyklen mit Ansichten des Südburgenlandes. 1992 gründete er seine eigene Galerie in Wien, konzentrierte sich aber bald wieder hauptsächlich auf die Malerei. Ausstellungen seiner Arbeiten waren in Österreich, Deutschland und Japan zu sehen. Die burgenländische Landesgalerie in Eisenstadt widmete ihm 2005 eine große Retrospektive.

Steve Haider (geb. 1977 in Eisenstadt)

Seit 1993 setzt sich Steve Haider mit dem Medium Fotografie auseinander. Er hat die Meisterklasse für Fotografie an der grafischen Lehr- und Versuchsanstalt in Wien besucht, mit der Meisterprüfung abgeschlossen und sein Atelier in Illmitz/Neusiedler See gegründet. Seine kommerziellen Kunden finden sich im Tourismus, in mittelständischen Betrieben und im Weinbau.

„Straight Photography“ – so definiert er selbst seine Arbeiten. Das Ergebnis sind stimmige Ansichten von Menschen und Dingen, reduziert auf wenige Bildinhalte. Er hat an verschiedenen Ausstellungen im Österreich und im Ausland teilgenommen und war in den Jahren 2000 und 2002 Jugendkulturpreisträger des Burgenlandes.