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23.01.2008

Fränkische Festwoche 2008 – Vorverkauf ist gestartet

Ab sofort gibt’s bei der Theaterkasse Karten für die traditionsreiche Bayreuther Kulturveranstaltung

Foto: Szene aus dem BallettDie Fränkische Festwoche 2008 wirft ihre ersten Schatten voraus: Zwei Ballettabende (23./24. Mai) in Regie des Münchner Staatstheaters am Gärtnerplatz und zwei Opernabende (30./31. Mai) der Theaterakademie München, die die Gluck-Oper „Die Pilger von Mekka“ aufführt, stehen diesmal auf dem Programm. Ab sofort gibt es für die traditionsreiche Bayreuther Kulturveranstaltung Karten im Vorverkauf an der Theaterkasse.

Die jährlich veranstaltete „Fränkische Festwoche“ ist bereits seit 1949 ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Lebens der Stadt Bayreuth. Seit 60 Jahren finden die Opern- und Ballettaufführungen im festlichen Ambiente des Markgräflichen Opernhauses statt.

Unter der künstlerischen Leitung von Hans Henning Paar präsentiert das Staatstheater am Gärtnerplatz zwei Ballettabende im Rahmen der Reihe „Körpersprachen“. Die Tanzreihe stellt international renommierte Choreografen und ihre unterschiedlichen Stilrichtungen vor und bietet somit einen interessanten Einblick in den Tanz und seine Entwicklung in den letzten Jahrzehnten.

Den ersten Teil der Ballettabende bilden die „Visions fugitives“ zu der eigenwillig verspielten Komposition von Sergej Prokofjew, die er 1917 ursprünglich für Klavier schrieb. Die atmosphärische Irrealität der ausdrucksstarken Miniaturen inspirierten Stephan Thoss zu flüchtigen Bildern in einer nächtlichen Welt, in der rätselhaft verspielte Figuren ihrer Energie freien Lauf lassen – Sternschnuppen gleich, die aufglimmen um sich wieder zu verlieren.

Ganz anders hingegen das 1996 von William Forsythe choreografierte Trio: drei Tänzer erforschen auf spielerische Weise das Gewicht ihres Körpers. Zur Musik Beethovens steigern sie dieses Spiel im rasant-ironischen Wechsel zu einem virtuosen, fliegenden Wirrwarr der Gliedmaßen.

Den Abschluss bildet Marco Goeckes Choreografie „Sweet Sweet Sweet“. Zu einer Sound Collage bahnen sich sieben Tänzerpaare ihren Weg durch den Bühnenraum. Ein Kritiker nannte das Stück auch liebevoll „Die Schlacht zwischen Bühne und Zuschauerraum“.

Die Theaterakademie München wiederum gastiert bei der diesjährigen Fränkischen Festwoche mit der Gluck-Oper „Die Pilger von Mekka“ im Opernhaus. Der deutsche Komponist Christoph Willibald Gluck gilt als einer der bedeutendsten Opernkomponisten der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Seine unter dem Titel „La recontre imprevué“ („Die unvermittelte Begegnung“) 1764 im Wiener Burgtheater uraufgeführte opéra comique bedeutet ohne Zweifel auch den Höhepunkt dieses Genres. Die deutsche Fassung „Die Pilger von Mekka“ von 1780, die erstmals wieder zu hören sein wird, fand – ebenfalls in Wien – die Zustimmung des Komponisten.

Dass Mozart Glucks Werk kannte und schätzte, wird nicht zuletzt durch die Anleihen, die er für seine „Entführung aus dem Serail“ genommen hat, deutlich. Die Handlung der „Pilger von Mekka“ weist klare Parallelen zur späteren „Entführung“ auf. Osmin ist mit seinem Herrn, dem Prinzen Ali, auf der Suche nach dessen Gattin Rezia, die von Seeräubern entführt wurde, nach Kairo gelangt. Damit beginnt eine verrückte und verwickelte Geschichte, in der schließlich Ali seine Rezia im Serail des Sultans wieder findet und beide als Mekka-Pilger die Flucht wagen. Durch Verrat entdeckt, will der Sultan sie zum Tode verurteilen. Als er aber vom Schicksal und der edlen Herkunft der getrennten und wieder gefundenen Gatten erfährt, verzeiht er großmütig die geplante Entführung Rezias und schenkt beiden die Freiheit.

In diesem Jahr finden erstmals zu allen vier Veranstaltungen der Fränkischen Festwoche kostenlose Einführungsvorträge im Markgräflichen Opernhaus statt. Beginn: 18.45 Uhr, Aufführungsbeginn: 19.30 Uhr.

Karten:
Theaterkasse, Luitpoldplatz 9,
Telefon 09 21/6 90 01
E-Mail: ticketservice@bayreuth-tourismus.de

Infos zur Fränkischen Festwoche