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27.04.2007

Fränkische Festwoche: Es gibt noch Karten

Die Fränkische Festwoche 2007 wirft ihre ersten Schatten voraus: Vom 19. bis 23. Mai steht zwei Mal modernes Ballet und zwei Mal Oper mit Wolfgang Amadeus Mozarts “Cosi fan tutte” auf dem Programm der traditionsreichen Veranstaltungsreihe im Markgräflichen Opernhaus. Karten für die Festwoche gibt es bei der Theaterkasse der Kongress- und Tourismuszentrale am Luitpoldplatz 9, Telefon 09 21/6 90 01, E-Mail: ticketservice@bayreuth-tourismus.de.

Szenenfoto aus dem Stück AirDie beiden Ballettabende am Samstag/Sonntag, 19./20. Mai, jeweils um 19.30 Uhr, beginnen mit der getanzten Fassung der Goldberg-Variationen von Johann Sebastian Bach. Die Komplexität und Vielfalt dieser Musik in tänzerische Bewegung umzusetzen ist eine enorme Herausforderung. Dabei ist es allein die abstrakte Form, die diesem Werk Bachs gerecht zu werden vermag. Trotz der Strenge der Anlage lassen sich die Möglichkeiten des Tanzes ausloten. Dies zu visualisieren, inspirierte den Choreografen Philip Taylor zu seiner Kreation.
Bei dem Stück “Air” begleitet eine einfache Melodie mit romantischem Hintergrund ein Paar. Gezeigt wird eine intime Beziehung zweier Menschen, ein ständiges Loslassen und Wiederfinden.

Szenenfoto aus If to leave is to rememberDie Choreografin Carolyn Carlson setzte nachhaltige Maßstäbe im französischen Tanztheater. In “If to leave is to remember” bebildert sie eine poetische Fantasie über das Thema “Trennung”. Auf den Rhythmuswellen von Phil Glass’ «Mishima»-Filmmusik jagen Männer, die offenen weißen Hemden flatternd, in galoppierenden Schritten über die Bühne, Flucht signalisierend. Und auch die stilleren, sich auflösenden Paarbeziehungen lassen sich als Flucht, Trennung und Abschied von der Liebe, auch vom Leben deuten.

Mit dem diesjährigen Gastspiel im Rahmen der Fränkischen Festwoche geht die erfolgreiche Ära Philip Taylor als künstlerischer Leiter des Balletttheaters in München und damit auch in Bayreuth zu Ende. Taylor verlässt das Balletttheater zum Ende der Spielsaison.

Für die beiden Ballettabende wird wieder ein Einführungsabend angeboten, der am Donnerstag, 3. Mai, um 19.30 Uhr, im Zentrum, Äußere Badstraße, stattfindet. Der Eintritt hierzu ist frei.

Szenenfoto aus Cosi fan tutteEin Mozartklassiker in einer dynamischen Inszenierung der Bayerischen Theaterakademie München in Kooperation mit dem Theater Ingolstadt bildet am Dienstag/Mittwoch, 22./23. Mai, jeweils um 19.30 Uhr, den zweiten Teil des Programms der Fränkischen Festwoche. Zwei junge Paare stehen kurz vor ihrer Hochzeit, doch der Ansicht des alten Philosophen Don Alfonso nach gibt es ewige Liebe und Treue nicht. So wettet er mit den beiden Männern, dass ihre Geliebten ihnen keine 24 Stunden treu seien. Die Herren werden zum Schein in den Krieg geschickt und dann verkleidet als neue Verehrer bei den Damen eingeführt. Nach vielem Sträuben und Zureden der Kammerzofe willigen die Damen in die Heirat der „neuen“ Verehrer ein, doch haben sie den jeweils anderen Partner erwählt. Don Alfonso hat damit den Beweis für “Così fan tutte” (So machen sie es alle) erbracht. Die zwei Männer legen ihre Verkleidung ab, die Frauen gestehen ihre Untreue und die Paare finden wieder in ihre ursprüngliche Konstellation zurück.
Musikalisch interpretiert wird das bekannte Werk von der Neuen Hofkapelle München unter der Leitung von Christoph Hammer. Das erfolgreiche Originalklangensemble zeichnet sich durch hohe Qualität und Stilsicherheit in historischer Aufführungspraxis aus.

Die herausragende Regiearbeit der Berghaus- und Konwitschny-Schülerin, Tatjana Gürbaca, wird nun auch in Bayreuth zu sehen sein. 2001 wurde sie von der Zeitschrift “Opernwelt” zur besten Nachwuchskünstlerin des Jahres nominiert. Komödiantisches Spiel und bewegende Aktionen bestimmen diese ganz junge und gefeierte Interpretation der bekannten Mozartoper.