Stadt Bayreuth

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04.07.2007

Franken-Sachsen-Magistrale zügig ausbauen

SchienenverkehrDas Sächsisch-Bayerische Städtenetz hat auf seiner jüngsten Eisenbahnkonferenz in Plauen ein Positionspapier verabschiedet, in dem die möglichst unverzügliche Umsetzung eines ganzen Bündels von Infrastrukturmaßnahmen zur Optimierung des Schienenverkehrs auf der Franken-Sachsen-Magistrale gefordert wird.

Die Konferenz fand auf Einladung der fünf Oberbürgermeister im Städtenetz, Dr. Michael Hohl (Bayreuth), Dr. Harald Fichtner (Hof), Ralf Oberdorfer (Plauen), Dietmar Vettermann (Zwickau) und Barbara Ludwig (Chemnitz) in Plauen statt. Die Stadtoberhäupter bemühen sich seit mehr als zehn Jahren kontinuierlich und intensiv um die Verbesserung von Infrastruktur und Betrieb auf dieser wichtigen Eisenbahnverbindung zwischen Nürnberg und Dresden beziehungsweise Leipzig. Die Zusammenarbeit hat bereits zu zahlreichen Verbesserungen im Schienenverkehr geführt. “Wir werden uns auch zukünftig gemeinsam für den Erhalt und den Ausbau des Bahnverkehrs einsetzen, da der Lebens- und Wirtschaftsstandort Bayreuth ein funktionsfähiges Verkehrswegenetz dringend be-nötigt”, betont Oberbürgermeister Dr. Hohl. Denn gerade im Zuge der Europäisierung und Globalisierung der Wirtschaft spiele die Erreichbarkeit der Standorte eine immer größere Rolle.

Trotz aller positiven Entwicklungen, insbesondere der Einführung des Franken-Sachsen-Express im Dezember 2006, bereitet den Oberbürgermeistern vor allem die nach wie vor gegebene Unsicherheit bei der Umsetzung des schon lange geplanten Infrastrukturausbaus große Sorgen.

Zahlreiche Abgeordnete des Deutschen Bundestages und der Sächsischen und Bayerischen Landtage, Landräte, Bürgermeister und Vertreter der beiden zuständigen Regierungspräsidenten waren der Einladung zur Eisenbahnkonferenz in Plauen gefolgt, um die aktuellen Forderungen zur Verbesserung der Magistrale zu unterstützen und eine unverzügliche Umsetzung der notwendigen Infrastrukturmaßnahmen einzufordern. Unterstützung erfuhren sie dabei auch durch die anwesenden Vertreter der Landesfachministerien, der sächsischen Verkehrsverbünde, der Bayerischen Eisenbahngesellschaft und der Deutschen Bahn AG.

Nach dem Vortrag mehrerer Fachreferate durch ausgewählte Eisenbahnexperten aus der Region wurde einmütig eine gemeinsame Erklärung zur Sachsen-Franken-Magistrale verabschiedet. Die zentralen Forderungen lauten:

  • Einführung einer optimierten Fahrplangestaltung nach dem Prinzip des Integralen Taktfahrplans (ITF) bereits zum Fahrplanwechsel Dezember 2007.
  • Schnellstmögliche Fertigstellung der Ausbaumaßnahmen an der Sachsen-Franken-Magistrale nach Bundesverkehrswegeplan 2003 auf sächsischer Seite.
  • Beseitigung diverser Langsamfahrstellen in Bayern (Schnabelwaid, Vorbach, Röslau) sowie Wiederherstellung der Zugbegegnungsmöglichkeit in Bindlach.
  • Schließung der Elektrifizierungslücke Nürnberg – Reichenbach nach Bundesverkehrswegeplan. Dabei muss der sächsische Abschnitt Reichenbach – Hof vorgezogen werden, um ab Ende 2011 die Anbindung Nordostbayerns / Südwestsachsens an Leipzig/Berlin durch den im Bau befindlichen Citytunnel Leipzig zu gewährleisten, der nur elektrisch befahren werden kann.
  • Rückkehr zum Fernverkehr mit geeigneten ICE-Neigetechnik-Fahrzeugen bis 2013.

Die Unterzeichner der Resolution appellieren an die Entscheidungsträger in den Ländern, des Bundes, der Europäischen Union und der Deutschen Bahn AG, die noch erforderlichen Maßnahmen anzuerken-nen, zu finanzieren und baldmöglichst zu realisieren.