Stadt Bayreuth

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25.10.2010

Franz Liszt schlägt die Brücke

20 Jahre Kulturpartnerschaft zwischen Bayreuth und dem Burgenland – Feierstunde in Eisenstadt

Landeshauptmann Hans Niessl mit OB Dr. Michael Hohl und Kulturlandesrat Helmut Bieler (von links).„Die Kulturpartnerschaft zwischen Bayreuth und dem Burgenland ist gekennzeichnet von einem freundschaftlichen Austausch, von vielfältigen Kontakten und Aktivitäten rund um den großen Franz Liszt, der die Brücke schlägt zwischen der berühmten Festspielstadt und dem Burgenland.“ So lautete das Fazit von Landeshauptmann Hans Niessl anlässlich der Feier zum 20-jährigen Bestehen der Partnerschaft am vergangenen Wochenende in Eisenstadt. Mit dabei war eine Delegation aus Bayreuth mit Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl an der Spitze.

Zahlreiche Festgäste aus Politik und Kultur waren in den Sitzungssaal des Burgenländischen Landtags gekommen, um gemeinsam auf zwei Jahrzehnte Kulturpartnerschaft zwischen der Stadt Bayreuth und dem Burgenland zurück zu blicken. „Diese 20 Jahre waren geprägt von einer sehr lebendigen und partnerschaftlichen Beziehung“, betonte Landeshauptmann Niessl in seiner Festansprache. „Die kulturelle Zusammenarbeit zwischen dem Burgenland und Bayreuth ist ein Erfolgsmodell – es lohnt sich, sie weiter zu leben und auszubauen“, so der Landeshauptmann.

Brückenschlag auf breiter Basis

Die Kulturpartnerschaft zwischen dem Burgenland und Bayreuth besteht seit dem 31. Juli 1990. Der damalige Landeshauptmann Hans Sipötz und Bayreuths damaliger Oberbürgermeister Dr. Dieter Mronz hatten am 104. Todestag von Franz Liszt im Schloss Esterházy die Partnerschafts-vereinbarung unterschrieben. Die Gegenzeichnung in Bayreuth erfolgte im Oktober 1990 anlässlich des 179. Geburtstages von Franz Liszt. Erste Schritte hin zu einer Kulturpartnerschaft gab es aber auch schon zuvor. Sie reichen zurück bis zum damaligen Kulturlandesrat und späteren österreichischen Bundeskanzler Dr. Fred Sinowatz, woran Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl in seiner Festrede erinnerte. Der Brückenschlag zwischen dem Burgenland und Bayreuth sei gelungen, so Hohl weiter. „Wir legen großen Wert darauf, dass die Partnerschaft etwa durch Vereine und Kunstschaffende mit Leben erfüllt wird.“ Die Zusammenarbeit der vergangenen beiden Jahrzehnte sei stets geprägt gewesen von Vielfalt, Toleranz und guten, bereichernden Beziehungen.

Im Mittelpunkt der Feier stand – natürlich auch mit Blick auf das große Jubiläumsjahr 2011 – die gemeinsame Pflege des Andenkens und kulturellen Erbes von Franz Liszt. „Die Partnerschaft hat als zartes Pflänzchen begonnen, aber mit kräftigen und starken Wurzeln. Aus der zarten Pflanze entstand durch eine Vielfalt von Kooperationen in den Bereichen Kultur, Wissenschaft, Forschung und Tourismus ein starker Baum. Und im Liszt-Jahr 2011 anlässlich des 200. Geburtstages des großen europäischen Musikers und Komponisten wird dieser Baum zur Blüte gebracht werden“, zeigte sich Landeshauptmann Niessl überzeugt.

Vorbereitungen aufs Liszt-Jubiläumsjahr

Kulturlandesrat Helmut Bieler gab in seiner Ansprache einen Ausblick auf das kommende Lisztjahr: „Wir stehen im Vorfeld eines großen Jubiläums, des 200. Geburtstages von Franz Liszt, den wir im Burgenland ähnlich wie im Vorjahr Joseph Haydn zum Jahresregenten erheben wollen. Dazu laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Die künstlerischen Leiter Johannes und Eduard Kutrowatz haben das musikalische Programm bereits auf die Schiene gebracht“. Landesrat Helmut Bieler verwies abschließend auf den hohen Stellenwert der Partnerschaft: „Ich freue mich, dass die Freundschaft zwischen dem Burgenland und Bayreuth Jahr für Jahr breiter, tragfähiger und beständiger geworden ist. Franz Liszt wird auch weiterhin die Brücke zwischen uns als Partner einer ganz besonderen Kulturpartnerschaft bleiben.“