Stadt Bayreuth

06.11.2009

Fraunhofer hilft allen und jedem Einzelnen

Auftaktveranstaltung für Projekt “Wertschöpfende Produktionslogistik”

18 Monaten haben die Verantwortlichen Zeit: Dann soll das Projekt „Wertschöpfende Produktionslogistik für Oberfranken“ möglichst vielen Betrieben im konkreten Einzelfall geholfen haben. Und: Am Ende wird ein Innovations- und Potenzial-Leitfaden vorliegen, der Managern oberfränkischer Unternehmen den Weg zu einer effizienteren Produktionslogistik aufzeigt. Dies wurde jetzt bei der Auftaktveranstaltung der Initiative an der Universität Bayreuth deutlich.

Hinter dem Projekt stehen nach Angaben der Pressestelle der Universität Bayreuth inzwischen 17 Partner – den harten Kern bilden die beiden Beratungsfirmen P3 und IBZ sowie die Fraunhofer Projektgruppe Prozessinnovation an der Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften sowie die Universität Bayreuth selbst. Unterstützung erfährt dieses Team von oberfränkischen Kommunen, den Wirtschaftskammern und der Oberfranken-Stiftung, die für die finanzielle Förderung sorgt. Auch die ersten interessierten Unternehmen sind bereits in das Projekt eingebunden, das jetzt startet.

Daten zu erheben, aus denen sich ein Bild zum Status Quo der Produktionslogistik in oberfränkischen Betrieben ergibt, wird die erste Aufgabe der Projekt-Macher sein, kündigte Daniel C.F. Köhler, Diplom-Wirtschaftsingenieur aus den Reihen der Bayreuther Fraunhofer-Projektgruppe, an. 2000 Unternehmen will man ansprechen, bis Mitte Februar sollen mindestens zehn Prozent schriftlich oder per Online-Fragebogen geantwortet haben.

Ein Highlight für Oberfranken

Es wäre – auch das wurde bei der Auftaktveranstaltung klar – durchaus zu ihrem eigenen Vorteil: Nach Auswertung der Umfrageergebnisse, Ermittlung der zehn besten Unternehmen und deren Erfolgsfaktoren sowie der Analyse von zehn Unternehmen aus dem Mittelfeld, um eine Einordnung der übrigen Teilnehmer möglich zu machen, geht es ins Detail. Jeder Betriebsinhaber oder Manager, der sich eine halbe Stunde Zeit nimmt, um die Fragen der Projektgruppe zu beantworten, erhält bis spätestens April 2011 individuelle Handlungsempfehlungen, wie er die Produktionslogistik in seiner Firma verbessern kann. Einzelberatungen und Workshops können sich anschließen. Und in der Summe aller Betrachtungen, Analysen und allen Aufdeckens der Verbesserungspotenziale entsteht ein allgemein gültiger Management-Leitfaden, der über die Gruppe der Teilnehmer hinaus Wirkung haben wird.

„Das Projekt ist ein Highlight für Oberfranken“, erklärte der Bayreuther Logistikunternehmer Christian Wedlich am Rande der Auftaktveranstaltung. Jedem Betrieb werde damit die Chance gegeben, seine internen Prozesse zunächst besser kennen zu lernen und in einem zweiten Schritt zu optimieren. „Jedes Unternehmen ist gefordert, seine Abläufe immer wieder auf den Prüfstand zu stellen“, so Wedlich weiter. Dies zu unterlassen sei ein schwerer Fehler, der Betriebe bis an den Rand der Existenzfähigkeit bringen kann.

Auch der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Oberfranken, Thomas Koller, begrüßte das Vorhaben zur Verbesserung der Produktionslogistik ausdrücklich. Über den unmittelbaren Nutzen hinaus bringe das Projekt eine noch engere Verbindung zwischen Fraunhofer und auch kleineren Unternehmen der regionalen Wirtschaftsszene mit sich.

Ansprechpartner bei der Fraunhofer-Projektgruppe Prozessinnovation ist Oliver Öchsle, Telefon 0921/557317, E-Mail: oliver.oechsle@uni-bayreuth.de. Die Teilnahme an dem Projekt ist für Unternehmen kostenlos.