Stadt Bayreuth

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30.06.2005

Freie Fahrt für den ersten Erdgasbus

Premiere beim städtischen Verkehrsbetrieb: Die Stadtbusflotte hat ihren ersten erdgasbetriebenen Omnibus bekommen. Das neue Fahrzeug hat bereits seinen Dienst im Linienverkehr der Bayreuther Verkehrs- und Bäder- GmbH (BVB) aufgenommen.

Der erste ErdgasbusMit dem neuen Fahrzeug setzt die BVB ihre bisherigen Bemühungen um einen umweltfreundlichen, mit möglichst wenig Abgasausstoß behafteten öffentlichen Personennahverkehr konsequent fort. Bereits Ende September vergangenen Jahres hatte der BVB-Aufsichtsrat einen Grundsatzbeschluss gefasst, wonach der städtische Verkehrsbetrieb bei der Beschaffung neuer Omnibusse künftig der Erdgastechnologie den Vorzug geben wird – ohne dabei den Blick auf gegebenenfalls künftige technologische Neuerungen zu vernachlässigen.

Der erste Erdgasbus des Verkehrsbetriebes ist 15 Meter lang, hat 40 Sitz- und 87 Stehplätze. Mit ihm verfügt die BVB nun über ihren dritten großen 15-Meter-Bus mit jeweils drei Einstiegstüren. Selbstverständlich ist auch dieses Fahrzeug mit Niederflurtechnik ausgerüstet, was einen stufenlosen Ein- und Ausstieg ermöglicht. Für Rollstuhlfahrer kann zudem an der mittleren Tür eine Klapprampe ausgefahren werden.

Der 310 Pferdestärken starke Bus wird ausschließlich mit Erdgas betankt. Hierfür befinden sich vier Gasflaschen mit einem Fassungsvermögen von jeweils 320 Liter auf dem Fahrzeugdach. Auf dem Betriebshof der BVB wurde bereits Anfang 2004 eine eigene Erdgastankstelle eingerichtet.

Der wesentliche Vorteil von erdgasbetriebenen Bussen liegt nach Angaben der BVB bei der besonders geringen Emission von Stickoxiden sowie Rußpartikeln. Auch in Sachen Lärm schneidet die neue Antriebstechnologie deutlich besser ab als die vergleichbaren Dieselfahrzeuge.

Bei der Werbung ist der neue Erdgasbus der BVB ebenfalls ein echtes Unikat. Als Werbepartner für das Fahrzeugheck konnte der “Verein der Absolventen und Förderer der Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften der Universität Bayreuth” gewonnen werden. Die Verbindung der neuen Technologie eines Erdgasbusses mit der FAN war für den Verein dabei besonders interessant.

Der neue Bus hat den Verkehrsbetrieb stolze 380 000 Euro gekostet, wovon 176 000 Euro als staatlicher Zuschuss verbucht werden konnten. Er bildet den Auftakt für eine ganze Reihe weiterer Neubeschaffungen in den nächsten Jahren. So plant die BVB für 2005 den Kauf von gleich drei weiteren erdgasbetriebenen 12-Meter-Bussen.