Stadt Bayreuth

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09.12.2005

Fünf Jahre Soziale Stadt in St. Georgen

<p>Seit fünf Jahren nutzt die Stadt Bayreuth das Bund-Länder-Programm “Soziale Stadt”. Der Fokus der baulichen wie sozialen Maßnahmen richtet sich dabei auf den Stadtteil St. Georgen – und der hat kräftig profitiert. Oberbürgermeister Dr. Dieter Mronz hat jetzt eine Zwischenbilanz gezogen, die sich sehen lassen kann. Investitionsprojekte für über 3,4 Millionen Euro wurden seit Beginn des großen städtebaulichen Sanierungsprogramms realisiert. Hinzu kommt eine Vielzahl sozialer Initiativen, die den Erneuerungsprozess im Stadtteil St. Georgen begleiten.

Auf weit über acht Millionen Euro veranschlagt der Oberbürgermeister das Gesamtvolumen aus bereits realisierten, derzeit noch laufenden sowie für die Zukunft geplanten Maßnahmen des ehrgeizigen Großprojektes “Soziale Stadt”. “Ein Gegenprogramm zur weit verbreiteten Stagnation und damit auch ein großes Auftragspaket für die mittelständische, heimische Wirtschaft”, so Dr. Mronz. Seit Beginn der Maßnahmen flossen über 3,4 Millionen Euro in 23 städtebauliche Projekte, die bereits abgeschlossen sind. Zwei Drittel der Kosten wurden aus dem Förderprogramm von Bund und Land bestritten, ein Drittel hat die Stadt aus eigener Kraft geschultert.

Vielzahl von Projekten

Was wurde mit dem Geld erreicht? Der Oberbürgermeister nennt einige Schlaglichter: So wurden beispielweise eine ganze Reihe von Fassadensanierungen in St. Georgen vorgenommen, so in der Matrosengasse, deren optisches Erscheinungsbild zudem neu gestaltet wurde, in der Brandenburger Straße oder der Bernecker Straße. Mehrere Sanierungsprojekte in privater Regie wurden finanziell unterstützt, dabei unter anderem das historische Prinzessinnenhaus an der Markgrafenallee, dem die Oberfrankenstiftung heuer ihren Denkmalschutzpreis zuerkannt hat. An der Grundschule St. Georgen wurde mit Projektmitteln eine Mittags- und Nachmittags-Hausaufgabenbetreuung eingerichtet und für Familien mit Kindern die neue, attraktive Spielanlage “Schanz” gebaut. Die städtische Wohnungsbaugesellschaft GEWOG hat begleitend zu diesen Aktivitäten rund fünf Millionen Euro in Neubau- und Modernisierungsmaßnahmen für ihre Wohnanlagen an der Insel- und der Egerländerstraße invesiert.

Projekte für die Zukunft

Damit nicht genug: Für 761 000 Euro laufen nach Angaben des Oberbürgermeisters aktuell weitere neun Projekte der städtebaulichen Aufwertung, so beispielsweise weitere Fassadensanierungen in der Matrosengasse und dem Straßenzug St. Georgen. Hier ist die Stadt mit über 251 000 Euro finanziell mit im Boot. Und für die kommenden Jahre hat sich das Rathaus im Rahmen der “Sozialen Stadt” ebenfalls noch einiges vorgenommen: Projekte mit einem Volumen von mehr als vier Millionen Euro stehen derzeit auf dem ehrgeizigen Arbeitsplan, darunter der Bau eines Nachbarschaftshauses für die Insel, die Neugestaltung des Straßenzuges St. Georgen oder der weitere Ausbau der Nachmittags-Hausaufgabenbetreuung an der Grundschule St. Georgen.

Aktivitäten im sozialen Umfeld

Doch nicht nur städtebaulich, auch im sozialen Umfeld hat sich für den Stadtteil St. Georgen einiges getan. “Mit gezielten Schritten werden die Lebensverhältnisse der Bewohner und die soziale Infrastruktur verbessert”, betont Dr. Mronz. Das Stadtoberhaupt verweist auf die netzübergreifende Zusammenarbeit der städtischen Ämter im Rathaus mit dem St. Georgener Quartiersmanagement unter Federführung der Soziologin Gerda Zeuss. Dabei greifen die Verantwortlichen auf die sozialen Begleitprogramme des Bundesfamilienministeriums zurück, die parallel zur Städtebauförderung aufgelegt und komplett vom Europäischen Sozialfond finanziert werden. Mittel aus dem Haushalt der Stadt müssen hierfür nicht aufgewendet werden.

“In sogenannten Mikroprojekten wurde in den vergangenen drei Jahren eine ganze Menge an Fortschritten erzielt, die in der Summe ein deutliches Plus an Lebensqualität für die Bewohner St. Georgens bedeuten”, bilanziert OB Dr. Mronz. Qualifikationsangebote für junge Hauptschüler, ein Netzwerk für Alleinerziehende, die Verbesserung der beruflichen Chancen von jungen, türkischstämmigen Menschen, ein Filprojekt zur sozialen und beruflichen Integration oder das Heranführen von Langzeitarbeitslosen an die neuen Kommunikationstechnologien sind Beispiele, die der Oberbürgermeister hierbei anführt und die auch im kommenden Jahr fortgeführt werden sollen.