Stadt Bayreuth

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23.09.2005

Für Bayreuths Behinderte wurde viel erreicht

Oberbürgermeister Dr. Mronz weist Kritik an der Behindertenpolitik der Stadt zurück

Bayreuth hat in den vergangenen Jahren auf dem Feld der behindertengerechten Stadtentwicklung große Fortschritte erzielt. Mit dieser Einschätzung tritt Oberbürgermeister Dr. Dieter Mronz der jüngst während des Bundestagswahlkampfes geäußerten Kritik entgegen, in Sachen barrierefreie Stadtgestaltung sei ein deutlicher Nachholbedarf gegeben. Damit werde ein völlig falscher Eindruck über die Situation der behinderten Menschen in Bayreuth erweckt. Die Leistungsbilanz der Stadt bei diesem wichtigen sozialen Thema könne sich sehen lassen.

“In Bayreuth wurde viel für eine behindertengerechte Stadt erreicht, was uns von externen Experten immer wieder bestätigt wird”, betont das Stadtoberhaupt in einer Pressemitteilung. Dabei sei es unstrittig, dass es trotz einer Fülle erfreulicher Fortschritte immer wieder Neues zu tun gebe. Die Stadt, so Dr. Mronz, begrüße jede Initiative, die das Teilhaberecht der Menschen mit Behinderungen am gesellschaftlichen Leben fördert und unterstützt. Die Schaffung einer behindertenfreundlichen Stadt sei aber nicht allein Aufgabe von Behörden, Verbänden und Einrichtungen: “Sie ist vielmehr eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, der wir uns alle stellen müssen.”

Die Stadt habe sich gegenüber Menschen mit Behinderungen stets besonders verpflichtet erwiesen und im Laufe der Jahre in Zusammenarbeit mit allen in der Behindertenhilfe wirkenden Kräften ein funktionierendes Netzwerk umfassender Hilfestellungen und sozialer Angebote für die Betroffenen aufgebaut. Exemplarisch verweist der Oberbürgermeister auf den 2002 veröffentlichten Behindertenplan der Stadt und den im vergangenen Jahr neu aufgelegten “Wegweiser für Menschen mit Behinderungen”. Beide Kompendien zeigten eindrucksvoll die Aufbauleistungen in diesem wichtigen sozialen Bereich.

Der Katalog der Maßnahmen, so Dr. Mronz weiter, reiche von einfachen Erleichterungen bis hin zu Großprojekten. Die Anschaffung von Niederflurbussen mit ausfahrbaren Rampen beim Verkehrsbetrieb, die Ausweisung von Behindertenparkplätzen in der Innenstadt, das Absenken von Bordsteinkanten an Straßenübergängen und Bushaltestellen für Rollstuhlfahrer oder die Umrüstung von Ampeln für Menschen mit Sehbehinderungen gehöre hier ebenso dazu wie Erleichterungen bei der Zugänglichkeit und Ausstattung von städtischen Einrichtungen; so das Anbringen von Braille-Schrift und Hörsignalen in den Aufzügen des Neuen Rathauses, Behinderten-WC’s im Alten und Neuen Rathaus, im Stadtbad oder in der Lohengrin Therme, die Errichtung eines Behinderten-Fahrdienstes und vieles mehr. “Maßnahmen, die uns im Hinblick auf eine barrierefreie Stadt ebenso vorangebracht haben wie etwa das Großprojekt eines von der Stadt großzügig unterstützten Gehörlosenzentrums in der Bismarckstraße”, bilanziert das Stadtoberhaupt. Auch die weitere Förderung von wichtigen sozialen Diensten, wie des familienentlastenden Dienstes, des Betreuten Wohnens oder der integrativen Kindergärten gehöre in eine solche Bilanz.

Die Ergebnisse des Behindertenplanes wurden nach Angaben des Oberbürgermeisters in die Lokale Agenda 21 für Bayreuth eingearbeitet. Die Verwaltung berichte jährlich über das, was auf dem Gebiet der Behindertenhilfe in Bayreuth geleistet worden sei. Behindertenplan beziehungsweise Agenda 21 würden jährlich fortgeschrieben und ein Prioritätenkatalog zu deren Umsetzung erarbeitet.

“Heute dürfen wir feststellen, dass wir dem Ziel, behinderten Menschen eine uneingeschränkte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen, ein großes Stück näher gekommen sind”, zeigt sich Dr. Mronz zuversichtlich. Natürlich gebe es weiterhin viel zu tun. Dies sei für ihn vor Jahren schon der Grund für die Bestellung einer städtischen Behinderbeauftragten und für die Einrichtung eines Behindertenbeirats im Rathaus gewesen; beide nach Einschätzung des Oberbürgermeisters wertvolle Beratungsorgane für Stadtrat und Verwaltung; wichtig aber auch als Anlaufstellen für die Betroffenen.

Bayreuth, unterstreicht Dr. Mronz, brauche sich mit seinem Engagement bei der Behindertenarbeit nicht zu verstecken. Dass die Stadt hierbei auf einem guten Weg sei, werde von Fachleuten immer wieder bestätigt. Der Oberbürgermeister erinnert an die Auszeichnung der Stadt mit der Verdienstmedaille des VdK Deutschlands für ihr vorbildliches Wirken in der Behindertenhilfe im Oktober 2003. Und auch die Behindertenbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, Anita Knochner, habe sich anlässlich eines Inspektionsbesuches sehr anerkennend über die vielfältige und beispielgebende Behindertenhilfe der Stadt Bayreuth geäußert.

Dr. Mronz: “Für die Stadt ist dies Auszeichnung wie Ansporn, sich weiterhin für Menschen mit Behinderungen einzusetzen im Zusammenwirken mit den verdienten Verbänden, Vereinen und Einrichtungen der Behindertenhilfe, ja mit der gesamten Bürgerschaft.”