Stadt Bayreuth

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22.09.2009

Für lebendige Innenstädte

Appell der von Warenhaus-Schließungen bedrohten Städte und Gemeinden – Dr. Hohl sieht Bayreuther Weg bestätigt

Die Oberbürgermeister und Bürgermeister der von der Schließung großer Warenhäuser betroffenen Städte und Gemeinden sprechen sich in einer gemeinsamen Erklärung mit Nachdruck für den Erhalt lebendiger Innenstädte als Standort des Einzelhandels aus. Auch Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl hat sich mit Blick auf die ungewisse Zukunft des Karstadt-Standortes Bayreuth der parteiübergreifen-den Aktion angeschlossen, die von Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee koordiniert wird.

Die Erklärung der Kommunalpolitiker ist zugleich ein starker Appell an die Verantwortlichen aller politischen Ebenen, an die Eigentümer leer stehender Immobilien und an die Bevölkerung, ihren Beitrag für lebenswerte und pulsierende Innenstädte zu leisten. In dem Papier werden unter anderem Bund und Länder aufgefordert, das Förderangebot für aktive Innenstädte zu verstärken. Die Europäische Kommission soll ihre Förderung im Rahmen des europäischen Strukturfonds stärker auf eine nachhaltige Stadtentwicklung ausrichten. Und die Länder sollten ihre landesplanerische Kompetenz für die Erhaltung der Innenstädte als zentralen Versorgungsbereich ausschöpfen. Zugleich appellieren die Autoren an die Bürgerinnen und Bürger ihrer Städte und Gemeinden, ihre Einkäufe insbesondere im kommenden Weihnachtsgeschäft in der Innenstadt zu tätigen.

Städte und Gemeinden werden in dem Papier aufgerufen, eine gezielte Innenstadtpolitik zu betreiben und aktiv für das Einkaufen in der Innenstadt zu werben. OB Dr. Hohl sieht hierin eine Bestätigung für die laufenden Bemühungen der Stadt Bayreuth: “Die aktuellen Umbauarbeiten in der Fußgängerzone werden der Bayreuther Innenstadt schon bald eine völlig neue Aufenthaltsqualität bescheren. Die Stadt investiert hier elf Millionen Euro für eine Attraktivitätssteigerung, von der der Einzelhandel ebenso profitieren wird, wie vom inzwischen weit gediehenen Aufbau eines ganzheitlichen Stadtmarketings.” Eine vitale Innenstadt stehe für mehr Frequenz bei Besuchern und Gästen sowie für neues Interesse bei ansiedlungswilligen Unternehmen. Mit Blick auf Karstadt unterstreicht Dr. Hohl, dass die Stadt auch für die Zukunft auf ein attraktives Warenhaus am jetzigen Standort setze.

Bereits Ende Mai dieses Jahres hatte der Stadtrat in einer gemeinsamen Resolution den Erhalt von Karstadt an seinem Standort am Markt gefordert.