Stadt Bayreuth

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13.11.2007

Ganzheitliches Stadtmarketing gefordert

Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl strebt für Bayreuth ein ganzheitliches Stadtmarketing an, um die Stärken der Stadt im schärfer werdenden Wettbewerb der Standorte um Wirtschaftskraft und Bevölkerungspotential besser zur Geltung zu bringen.

Anlässlich eines Expertenhearings zum Thema Stadtmarketing im Neuen Rathaus – moderiert und fachlich begleitet vom Büro GEO-PLAN Bayreuth – unterstrich der Oberbürgermeister, dass er für Bayreuth auf diesem Feld Handlungsbedarf sehe. Mit dem jüngst vom Stadtrat verabschiedeten Leitbild Bayreuth 2020 habe man einen verbindlichen Strategiefahrplan an der Hand. “Nun gilt es, dieses Entwicklungskonzept auf konkrete Projekte herunterzubrechen”, so Dr. Hohl. Dabei komme einem professionellen und zielgerichteten Stadtmarketing eine ganz entscheidende Rolle zu. “Wir haben eine ganze Reihe von Institutionen und Organisationseinheiten innerhalb und außerhalb des Rathauses, die sich mit Marketingaktivitäten beschäftigen. Was fehlt, ist eine stärkere Zusammenführung und Bündelung der Aktivitäten, um mehr Effizienz und Schlagkraft zu erzielen”, so der Oberbürgermeister.

Wie dies erfolgversprechend geht, das skizzierten anschaulich die ins Rathaus eingeladenenen beiden Geschäftsführer der Stadtmaketing-Gesellschaften für Braunschweig, Gerold Leppa,  und  Wolfsburg, Jörg Gillenberg. Mit dabei beim Expertenhearing waren Vertreter der Stadtratsfraktionen sowie der städtischen Referate und relevanten Dienststellen.

Braunschweig und Wolfsburg gelten bundesweit als Vorzeigeprojekt für erfolgreiches Stadtmarketing. In beiden Städten wurden bestehende Organisationseinheiten der jeweiligen Rathäuser aus den Stadtverwaltungen ausgegliedert und in Marketinggesellschaften übergeführt. Leppa und Gillenberg schilderten ausführlich die positiven Effekte dieser Modelle. In beiden Städten sei es gelungen, wichtige Handlungsfelder übergreifend zu vernetzen und auch die notwendigen finanziellen Ressourcen zu akquirieren, ohne die ein nachhaltiges Stadtmarketing nicht aufgebaut werden könne. In Braunschweig wie in Wolfsburg werde die Aufgabe, die Stadt als Gesamtprodukt positiv zu vermarkten, inzwischen als Gemeinschaftsaufgabe vieler Akteure und nicht nur der Stadtverwaltung allein begriffen.

Leppa und Gillenberg warnten aber zugleich davor, den Weg Braunschweigs und Wolfsburgs zu einem schlagkräftigen Marketing eins zu eins auf Bayreuth zu übertragen. Jede Stadt müsse vielmehr mit Blick auf die vorhandenen Stärken und Schwächen ihre eigene Strategie finden.

Oberbürgermeister Dr. Hohl kündigte an, das Thema eines ganzheitlichen Stadtmarketings für Bayreuth in den kommenden Monaten mit Nachdruck voranzutreiben und in der Stadtentwicklungskommission zu vertiefen. Dabei gelte es auch, den im Diskussionsprozess “Aufschwung Innenstadt” erarbeiteten Ansatz umzusetzen.