Stadt Bayreuth

IM FOKUS

11.03.2010

Geburtstagsfest für einen Dichter

Am 21. März findet in der Rollwenzelei das große Jean-Paul-Geburtstagsfest statt

In der Eremitage findet am Sonntag, 21. März, von 13.30 Uhr bis 15.30 Uhr, das große Jean-Paul-Geburtstagsfest mit der Feier zur Ankunft des Jean-Paul-Weges in Bayreuth statt.

Auch falls sich die Eremitage noch in Winterstimmung befinden sollte, darf man sich bereits im März auf Arkadien-Atmosphäre freuen, denn die Schloss- und Gartenverwaltung als Mitveranstalterin öffnet exklusiv für den berühmten Jubilar Sonnentempel, Orangerie und Marmorsaal.

Jean Pauls Geburtstag wird ein Frühlingsfest für alle Sinne: Musik aus der Zeit des Dichters, gespielt vom Holzbläserensemble Windspiel, Kunst zu Jean Paul mit einer Ausstellung des Künstlers Stephan Klenner-Otto, Literatur Jean Pauls, gelesen von Hans-Jürgen Schatz, Mode und Tanz der Zeit mit den Biedermeierfreunden Bad Steben und für das leibliche Wohl warme und kalte „Jean-Paul-Schmankerln“ aus der Schlossgaststätte der Eremitage. Für alle kulturellen Leckerbissen gilt: Eintritt frei!

Wanderfreudige Jean-Paul-Freunde erwartet ein temporärer Jean-Paul-Aphorismenweg, der im Kleinen schon einen ersten Vorgeschmack auf den Jean-Paul-Weg von Joditz über Hof, Wunsiedel, Bad Berneck bis nach Sanspareil gibt, der voraussichtlich 2011/2012 mit rund 200 Kilometern Länge fertiggestellt sein wird. Bei gutem Wetter können sich Jean Pauls Geburtstagsgäste zudem auf ein besonderes Highlight freuen: Giannozzos modernisierter Fesselballon wird sich über die Eremitage in die Lüfte erheben – bei einer Verlosung gibt es dabei mit etwas Glück eine von 16 Freifahrten zu gewinnen.

Weitere Informationen unter www.jean-paul-aktuell.de 

Hintergrund: Der Jean-Paul-Weg

Gesäumt von Aphorismen und Text-Tafeln mit Zitaten aus dem Werk von Jean Paul, verbindet der Jean-Paul-Weg die Lebensstätten des berühmten Dichters.

Innerhalb des regionalen Verbundprojektes „Jean Paul in Oberfranken“ dient der Jean-Paul-Weg als eines der Hauptprojekte auch zur Vorbereitung auf das Jubiläumsjahr 2013 (250. Geburtstag). Mit seiner Strekenführung durch die reizvolle Landschaft des Saaletales und des Fichtelgebirges bis nach Bayreuth und entlang der vier Markgrafenschlösser (Eremitage, Neues Schloss Bayreuth, Schloss Fantaisie, Sanspareil) sowie dem authentischen kulturellen Bezug zur oberfränkischen Heimat des Dichters, erfüllt der Jean-Paul-Weg alle Voraussetzungen eines attraktiven Themen-Wanderweges.

Jean Paul liebte das Fichtegebirge und seine Bayreuther Heimat – diese Landschaft war seine Inspiration. In Wunsiedel ist Jean Paul geboren, in Schwarzenbach, Joditz und Hof verbrachte er seine Kindheits- und Jugendjahre. In Bayreuth blieb er nach seinen „Lehr- und Wanderjahren“. Und hier liegt er auch begraben. Er war Oberfranke durch und durch.

Ausgehend von einer Idee des Verkehrsvereins Auenthal in Joditz und dem Joditzer Jean-Paukl-Museum, wurde 2001 der erste Teil des Jean-Paul-Weges von Joditz nach Hof und schließlich 2008 von dort bis Schwarzenbach an der Saale realisiert. Im Herbst 2009 wurden die Streckenabschnitte von Schwarzenbach über Wunsiedel bis Nagel fertiggestellt. Der letzte Abschnitt der „Nordschiene“ über Bischofsgrün, Bad Berneck bis zur Eremitage in Bayreuth wird am 21. März mit dem Jean-Paul-Geburtstagfest eröffnet.

Vollendung 2011/2012

Für 2010/2011 ist mit der „Südschiene“ die Fortsetzung des Weges durch Bayreuth geplant, der dort weiter von der Eremitage bis zu Park und Schloss Fantaisie führt. 2011/2012 wird sich die letzte Wegstrecke von Donndorf/Schloss Fantaisie bis Sanspareil anschließen und damit der gesamte Jean-Paul-Weg von Joditz bis Sanspareil mit zirka 200 Kilometern und rund 200 Texttafeln und Hörsäulen vollendet sein.

Ermöglicht wird das umfassende Projekt durch die Unterstützung der Oberfrankenstiftung, der Nürnberger Versicherungsgruppe, der Stadt Bayreuth, der Jean-Paul-Gesellschaft, der Landkreise, Städte und Gemeinden am Weg, der Wandervereine, der Naturparks Fichtelgebirge und Fränkische Schweiz, dem Bayerischen Rundfunk und dank der Förderung durch die Europäische Union. 

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