Stadt Bayreuth

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13.10.2008

Gedenken an Bayreuths Muse

Festakt zum 250. Todestag der Markgräfin Wilhelmine in der Schlosskirche Bayreuth

Markgräfin Wilhelmine von BayreuthAm 14. Oktober 1758 verstarb Markgräfin Wilhelmine im Alter von nur 49 Jahren. Anlässlich ihres 250. Todestages findet am Dienstag, 14. Oktober, um 19 Uhr, in der Schlosskirche Bayreuth eine festliche Gedenkfeier statt. Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl lädt alle Bürgerinnen und Bürger herzlich dazu ein, an dieser stimmungsvollen Gedenkfeier teilzunehmen – dort, wo Bayreuths Muse schließlich ihre letzte Ruhestätte fand.

Nach einer Begrüßung durch Dekan Siegbert Keiling wird eine Festansprache des Münchner Kulturhistorikers Ernst W. Kölnsperger folgen. In seinem Vortrag „Ende der Ungeduld oder die Wegbereiterin der Musen“ wird er Markgräfin Wilhelmine als historische Persönlichkeit würdigen und die besondere Bedeutung herausstellen, die ihr kulturelles und musisches Schaffen für die Stadt Bayreuth und das Umland noch immer besitzt.

Kölnsperger studierte Sprach- und Literaturwissenschaft, Kunstgeschichte und Indologie an den Universitäten München, Rom und Madras/Indien. Sein besonderes Interesse galt dabei immer interkulturellen Zusammenhängen und einem länderübergreifenden Kulturtransfer. Er hat unter anderem an der Herausgabe des Kindler Literatur-Lexikons mitgearbeitet und leitet seit 1965 wissenschaftliche Studienreisen in die ganze Welt Besonders wichtige Ziele für ihn waren dabei Italien, Ägypten und der indische Subkontinent. Er wirkte bei vielen Ausstellungen besonders indischer Kunst in Deutschland und in Indien mit und verfasste dazu erläuternde Texte und Artikel. Seine besondere Liebe gilt – neben der klassischen Musik – der zeitgenössischen Kunst.

Das musikalische Rahmenprogramm wird von Regionalkantor Christoph Krückl mit der Detmolder Sopranistin Jutta Potthoff, dem Tenor Markus Zapp aus Regenburg, dem “Johann Friedrich Fasch-Ensemble” aus Halle und dem Projektchor “Notre Dame” gestaltet. Dargeboten werden unter anderem die Sinfonia D-Dur von Carl Philipp Emanuel Bach und Teile aus der Passionskantate “Der Tod Jesu” von Carl Heinrich Graun, dem Königlichen Kappellmeister Friedrichs II.. Weiterhin erklingt das „Gloria“ aus der Messe in d-Moll (1751) von Johann Adolf Hasse. Ihn schätzte Wilhelmine in erster Linie als Opernkomponisten und lud ihn mehrere Male an den Bayreuther Hof ein.

Rechtzeitig zur Gedenkfeier wird zudem neben der Grabstätte von Markgräfin Wilhelmine in der Schlosskirche eine neue Infostele über die Schlosskirche und die dortige Fürstengruft informieren. Die Infotafel konnte dank finanzieller Unterstützung der Stiftung der Sparkasse Bayreuth geschaffen werden.