Stadt Bayreuth

IM FOKUS

ONLINE-TERMINRESERVIERUNG

14.04.2010

Gefangen im Netz?

Ausstellungsprojekt der Stadtjugendamtes zum Thema neue Medien

Unter dem Titel „Gefangen im Netz?“ bietet das Stadtjugendamt Bayreuth vom 14. bis 28. April eine Ausstellung zur Sucht- und Gewaltprävention an, die in der Ausstellungshalle des Neuen Rathauses, Luitpoldplatz 13, zu sehen ist. 2. Bürgermeister Thomas Ebersberger hat die Schau, die gemeinsam mit zahlreichen Bayreuther Schulen zusammengestellt wurde, offiziell eröffnet. Zur Vernissage führten Schüler der Alexander-von-Humboldt-Realschule ein kurzes Theaterstück auf.

2. Bürgermeister Thomas Ebersberger (links) und ein Theaterstück eröffneten die Ausstellung.

Kindheit und Jugend sind gegenwärtig stark geprägt durch neue Medien. Handy, Computer, Fernsehen oder Spielkonsole spielen eine wichtige Rolle in der Lebenswelt von Jugendlichen. Nutzer des Internets beteiligen sich unter dem Stichwort Web 2.0 aktiv an dessen Gestaltung, indem sie Bilder, Filme, Wissen und Erfahrungen ins Netz stellen und somit interaktiv agieren. Die Bedeutung von sozialen Netzwerken im Internet, wie MySpace, Facebook, Lokalisten oder schuelerVZ wächst.

Mit der zunehmenden Bedeutung dieser Medien werden in der Öffentlichkeit deshalb auch verstärkt die negativen Seiten der neuen Medien diskutiert – nämlich das Preisgeben von vertraulichen Daten, die Konfrontation mit jugendgefährdenden Inhalten, Cybermobbing, der Besitz und die Weitergabe von Kurzfilmen auf dem Handy mit pornographischen oder gewaltverherrlichenden Inhalten oder suchtähnliche Verhaltensweisen bei Computerspielern.

Die Ausstellung will nicht nur die negativen Seiten der neuen Medien beschreiben. Sie will vielmehr auch Jugendliche selbst zu Wort kommen lassen und ihren Umgang mit den Medien künstlerisch darstellen. Junge Menschen sollen selbst als Experten ihrer eigenen Lebenswelt ernst genommen werden. Dabei wurde den sechs beteiligten Bayreuther Schulen möglichst viel Freiheit gelassen, ihre Beiträge zu gestalten.

Folgende Schulen haben an dem Ausstellungsprojekt mitgewirkt: Albert-Schweitzer-Schule, Graf-Münster-Gymnasium, Alexander-von-Humboldt-Realschule, Johannes-Kepler-Realschule, Städtische Wirtschaftsschule, Dietrich-Bonhoeffer-Schule und die Fachoberschule Bayreuth. Auch die Medienfachberatung des Bezirksjugendrings Oberfranken und die Jugendbücherei der Stadt Bayreuth waren mit eingebunden.

Pädagogisch angeleitete Führungen

Die Ausstellung ist bis 28. April werktags von 8 bis 16 Uhr zu sehen. Sie wird vormittags von 8 bis 13 Uhr von Suchtpräventionsfachkräften des Stadtjugendamtes betreut. In dieser Zeit sind auch pädagogisch angeleitete Führungen für Schulklassen oder Jugendgruppen möglich. Für Auskünfte steht das Stadtjugendamt, Telefon (09 21) 25 12 89 oder 25 17 65, zur Verfügung.