Stadt Bayreuth

21.07.2011

Geist, Körper, Seele – Gesundheitsregion Bayreuth

Lohengrin-ThermeFünf hochqualifizierte Krankenhäuser, eine umfangreiche Allgemein- und Fachärzteschaft, zahlreiche medizinisch orientierte Ausbildungseinrichtungen, Unternehmen für medizinische Technik und Ausstattung, mehrere Thermen und ein hohes touristisches Potenzial: Die Region Bayreuth besitzt ein großes Entwicklungspotenzial im touristischen Gesundheitswesen.

Gesundheit und Tourismus heißen die beiden Schlagworte, die in Zukunft eine große Rolle spielen werden bei der touristischen Entwicklung der Region Bayreuth. „Das Potenzial ist groß“, weiß Dr. Petra Beermann von der Wirtschafts- und Strukturentwicklung der Stadt Bayreuth, die gemeinsam mit Eva Rundholz vom Regionalmanagement von Stadt und Landkreis Bayreuth das Projekt „Gesundheitsregion Bayreuth“ vorantreibt. So groß, dass auch das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) empfiehlt, den Gesundheitsstandort Bayreuth auch unter Tourismusaspekten, beispielsweise durch die Vernetzung und qualitative Weiterentwicklung der Potenziale, zügig auszubauen. Noch sei der Bereich Gesundheitstourismus ein kleines Pflänzchen. 

Doch schon im kommenden Jahr will die Wirtschaftsförderung zusammen mit den Kollegen des Regionalmanagements einen „bunten Strauß an Angeboten“ auflegen. Die Bestandsaufnahme ist abgeschlossen. Nun gilt es, alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen, um die Vernetzung voranzutreiben und gemeinsame Aktionen auszuarbeiten. Die Zeit ist reif für den Ausbau des Gesundheitstourismus. Folgt man den  Prognosen, soll der Gesundheitsmarkt bis 2020 um durchschnittlich 3,3 Prozent im Jahr wachsen. Die Statistik beweist auch, dass zunehmend mehr Menschen den Urlaub nicht nur zum Relaxen nutzen wollen, sondern als Gesundheitsurlaub gestalten wollen. Wurden im Jahr 2009 noch vier Millionen Gesundheitsurlaube gezählt, so soll die Zahl bis 2020 auf sieben Millionen steigen. 2010 ergab eine repräsentative Umfrage, dass 36 Prozent der Deutschen es als besonders wichtig empfinden, in ihrem Urlaub etwas für die Gesundheit zu tun; 19 Prozent planen einen Wellnessurlaub, 15,2 Prozent einen Gesundheitsurlaub, 13 Prozent eine Kur und neun Prozent  konnten sich vorstellen, in den nächsten drei Jahren Fitnessferien zu verbringen. Vor diesem Hintergrund, sagt Dr. Beermann, planen Stadt und Landkreis Bayreuth, die Region zur Gesundheitsregion zu entwickeln. Denn: „Die Gesundheitswirtschaft der Stadt und des Landkreises Bayreuth beinhaltet zahlreiche Ansatzpunkte für gesundheitstouristische Angebote.“

Während sich die klinische Versorgung der Stadt Bayreuth auf Universitätsmedizinniveau bewegt, bietet die Universität mit den Lehrstühlen Gesundheitsökonomie, Sportökonomie und Sportmedizin, der Forschungsstelle für Gesundheitsökonomie  und Sozialrecht sowie dem Institut für Medizinmanagement und Gesundheitswissenschaften den wissenschaftlichen Rahmen. Und am Friedrich-Baur-Forschungsinstitut für Biomaterialien werden neuartige Biomaterialien für verschiedenste medizinische Anwendungen erforscht und entwickelt. 

Aber auch im Bereich Wellness sowie gesundheitsbezogener Sport- und Freizeitangebote verfügen Stadt und Landkreis über ein differenziertes Angebot. Da sind die Thermen Obernsees, Fichtelberg und die Lohengrintherme in Bayreuth, ein weitverzweigtes Wanderwegenetz, mehr als 50 ausgewiesene Radtouren, ein Nordic-Walking-Park, Hochseilgarten, mehrere Skipisten, ein weit verzweigtes Loipennetz, Schneeschuhwandern und vieles mehr, was einen gelungenen Fitness- und/oder Wellnessurlaub garantiert. „Die Region besitzt eine herausragende Versorgungsstruktur, um Gesundheitswirtschaft und Tourismus unter einen Hut zu bringen“, sagt Dr. Beermann. Ein großes kulturelles Angebot für den Geist, ein umfangreiches  Gesundheitsangebot für den Körper und eine herrliche Landschaft für die Seele. Kurzum: ein Premiumstandort für die ganze Familie.