Stadt Bayreuth

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19.03.2008

Gemeinsam gegen Graffiti-Verunzierungen

Polizei, Staatsanwaltschaft, Stadt Bayreuth, staatliches Bauamt und Autobahnmeisterei gründen Anti-Graffiti-Bündnis

Logo des Anti-Graffiti-BündnissesDie Stadt Bayreuth unter der Federführung  des städtischen Hochbauamtes macht mobil gegen Graffiti-Verunzierungen: Gemeinsam mit der Polizei, der Staatsanwaltschaft, dem staatlichen Bauamt, den Stadtwerken und der Autobahnmeisterei Trockau hat sie nun das Graffiti-Bündnis Bayreuth gegründet – mit dem Ziel, den Sprayern die Lust daran zu nehmen, Häuserwände zu verschandeln. “Wir haben damit ein gut funktionierendes Anti-Graffiti-Netzwerk geschaffen, das auf breiter Front gegen die Verunzierungen vorgehen wird”, betont Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl.

Und das Netzwerk soll nach dem Willen aller derzeitigen Mitglieder immer weiter ausgebaut werden: Momentan werden Gespräche mit der Deutschen Bahn und der Telekom geführt. “Unser Ziel ist es, auch private Hauseigentümer mit ins Boot zu holen”, so der Oberbürgermeister.

So arbeitet das Bündnis

“Wenn Graffitis immer wieder zügig entfernt werden, verlieren die Sprayer die Lust daran. Schließlich wollen sie ihr ‘Meisterwerk’ ja lange bewundern können”, erklärt Norbert Will, Leiter des städtischen Hochbauamtes, dem in dieser Funktion Graffiti-Verunzierungen an öffentlichen Gebäuden regelmäßig viel Arbeit machen. Die Kosten für die Beseitigung der Schäden an städtischen Gebäuden beliefen sich im vergangenen Jahr auf rund 21.000 Euro.

Damit die Grafitis sofort beseitigt werden können, ist ein gut funktionierendes Netzwerk notwendig. Dazu werden städtische Mitarbeiter im Außendienst die Augen offen halten. Gebraucht werden aber auch aufmerksame Bürgerinnen und Bürger, die solche Verunzierungen sofort melden – am besten der Polizei, welche die Meldung dann, wenn es sich um ein öffentliches Gebäude handelt, an das städtische Hochbauamt weiterleitet. Dort wiederum kann dann die umgehende Beseitigung der Graffiti-Schmierereien veranlasst werden. Hierfür konnten drei fachkompetente Bayreuther Firmen gewonnen werden, die auch abends oder an den Wochenenden bereit stehen, um die beschädigten Flächen innerhalb von 24 Stunden zu reinigen.

Das zunächst vorrangige Ziel für das Graffiti-Bündnis Bayreuth lautet daher: Bürgerinnen und Bürger für dieses Thema zu sensibilisieren, damit sie aufmerksam durch die Stadt gehen und sofort melden, wenn sie eine neue Schmiererei entdecken. “Wenn es uns gelingt, durch eine erhöhte Aufmerksamkeit unserer Bürgerinnen und Bürger die Täter immer öfter auf frischer Tag zu ertappen, haben wir unser Ziel mehr als erreicht”, so Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl. Die Sprayer im Nachhinein aufzuspüren ist nämlich erfahrungsgemäß sehr schwierig und zeitaufwendig.

Beispiele aus anderen Städten

Musterbeispiele für erfolgreich arbeitende Anti-Graffiti-Bündnisse kommen aus den USA und Tschechien. “Die Städte Chicago und Prag beispielsweise gehen ähnlich vor und haben großen Erfolg damit”, so Dr. Hohl.