Stadt Bayreuth

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22.04.2009

Generalsanierung im Jugendzentrum läuft

Baustellenbesichtigung mit Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl

Das Kommunale Jugendzentrum (JUZ) an der Hindenburgstraße wird derzeit mit großem Aufwand generalsaniert. Alle älteren Einbauten sind momentan entfernt und werden in den kommenden Wochen grundlegend erneuert. Im Rahmen eines Pressetermins informierte jetzt Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl über den Stand der Bauarbeiten. Alles in allem investiert die Stadt in das Jugendzentrum über 500.000 Euro. Weit über 600.000 Euro fließen zudem in die Sanierung des direkt benachbarten städtischen Jugendheims, die so gut wie abgeschlossen ist.

OB Dr. Hohl (links) und der Leiter des Hochbauamtes Norbert Will bei der Baustellenbesichtigung im JUZDas Gebäude des Jugendzentrums stammt aus dem Jahre 1938 und wurde Ende der 1970er Jahre als Kommunales Jugendzentrum umgebaut. Seither wurden im Rahmen des Bauunterhalts immer wieder erforderliche Reparaturarbeiten vorgenommen. Inzwischen haben sich die Anforderungen an den Wärme- und Brandschutz aber nachhaltig verändert, ebenso war die Beleuchtung des JUZ teilweise mangelhaft. „Die Nutzung des Gebäudes als Jugendzentrum hat inzwischen erhebliche Spuren hinterlassen, die auch auf die zahlreichen Veranstaltungen für bis zu 200 Personen zurückzuführen sind, die dort stattfinden“, so Oberbürgermeister Dr. Hohl. An einer Generalsanierung, wie sie jetzt in Angriff genommen wurde, habe daher kein Weg mehr vorbeigeführt. „Geld, das gut angelegt ist, denn wir stärken mit dieser Maßnahme auch die Qualitäten Bayreuths als junge, familienfreundliche Stadt“, betonte der OB. Hierfür stehen insgesamt 515.000 Euro zur Verfügung.

Wie der Leiter des städtischen Hochbauamtes Norbert Will erläuterte, werden mit diesem Geld folgende Bauarbeiten in Angriff genommen:

  • Die gesamte Elektroinstallation des Gebäudes wird einschließlich einer neuen und besseren Beleuchtung erneuert.
  • Eine Brandmeldeanlage mit Aufschaltung zur Feuerwehr wird Installiert. Außerdem werden in allen Räumen Brandschutzdecken eingebaut.
  • Ein Teil der Räume bekommt eine Akustikdecke, die durch einen Bauphysiker entsprechend der Nutzung und den Anforderungen im Raum bemessen wurde.
  • In die oberste Geschossdecke zum Dachboden werden 22 Zentimeter Dämmung einschließlich einer Dampfsperre eingebaut.
  • Die alten Innentüren einschließlich der Holzblockzargen werden durch neue robustere Türblätter und Aluminiumzargen ersetzt. Gleiches gilt für die alten Holzfenster und Eingangstüren, die durch neue, thermisch getrennte Leichtmetallelemente ausgetauscht werden.
  • Die Wandverkleidungen aus Gipskarton werden durch eine strapazierbarere Konstruktion ersetzt.
  • Alle Holzböden einschließlich der Holztreppe werden abgeschliffen und neu lackiert.
  • Zum Abschluss bekommt das JUZ noch einen neuen Anstrich.

Die gesamte Sanierung soll bis Ende Juli dieses Jahres abgeschlossen sein. Bereits im vergangenen Herbst wurde im Vorgriff auf die Bauarbeiten das Damen- und Herren-WC für rund 65.000 Euro saniert.

Sanierungsarbeiten auch im Jugendheim

Viel Geld investiert die Stadt Bayreuth derzeit auch in das direkt benachbarte Jugendheim. Alles in allem werden hier über 630.000 Euro verbaut. Dafür wurden in den vergangenen Monaten sämtliche WC-Anlagen saniert, eine zusätzliche Behinderten-Toilette eingebaut und die Elektroinstallation in allen Geschossen erneuert. Außerdem wurde das gesamte Dachgeschoss entkernt, gedämmt und mit einer Dampfsperre versehen. Anschließend wurden alle Dachschrägen und Decken mit Gipskarton verkleidet und die Heizkörper sowie -leitungen erneuert und mit dem Heizkessel des JUZ verbunden, der bereits im September 2006 erneuert worden war. Die Holzdielenböden im Erdgeschoss und Dachgeschoss wurden überarbeitet und neu versiegelt. Die alten einfachverglasten Holzfenster im EG und DG haben isolierverglaste Kunststofffenster als Nachfolger bekommen. Außerdem wurden im gesamten Erdgeschoss Brandschutzdecken aus Gipskarton eingebaut.

Folgende Maßnahmen sind im Kommunalen Jugendheim noch geplant:

  • Die alten Holzfenster im Keller werden durch neue, isolierverglaste Kunststofffenster ersetzt;
  • in allen Geschossen werden Brandschutztüren aus Leichtmetall eingebaut;
  • der neue Hauseingang wird behindertengerecht angelegt;
  • die alte Haustür wird durch eine thermisch getrennte Leichtmetalltür ersetzt;
  • der Keller bekommt teilweise einen neuen Sanierputz;
  • an der Fassade wird der alte Zementputz durch einen Wärmedämmputz ersetzt.