Stadt Bayreuth

IM FOKUS

ONLINE-TERMINRESERVIERUNG

19.12.2008

Gesplittete Abwassergebühr kommt

Einführung zum 1. Januar 2009 – Umweltfreundliches Verhalten wird belohnt

Die Stadt Bayreuth führt zum Jahresanfang die gesplittete Abwassergebühr einZum Jahresanfang wird in der Stadt Bayreuth die gesplittete Abwassergebühr eingeführt. Demnach reduziert sich zum 1. Januar die Schmutzwassergebühr, die weiterhin nach dem Frischwasserverbrauch berechnet wird, von zurzeit 1,75 Euro pro Kubikmeter auf dann 1,42 Euro pro Kubikmeter. Zusätzlich wird eine Niederschlagswassergebühr erhoben, die sich aus der Größe der überbauten und befestigten Flächen ergibt, die am Kanalnetz angeschlossen sind oder oberflächlich auf die Straße ablaufen. Diese Niederschlagswasserjahresgebühr beträgt 0,32 Euro pro Quadratmeter.

Bei der Ermittlung der versiegelten Flächen waren alle Grundstückseigentümer von Anfang an mit einbezogen: Nachdem die Stadt die befestigten Flächen bestimmt hatte, erhielten alle Grundstückseigentümer und Hausverwaltungen die Daten zugeschickt. Diese sollten auf ihre Richtigkeit hin geprüft und bei Bedarf korrigiert beziehungsweise ergänzt werden. Darüber hinaus wollte die Stadt mehr über die Befestigungsart, die Einleitung der Flächen und über die Anzahl und Größe von Zisternen wissen. Diese Angaben bildeten eine wesentliche Grundlage für die Berechnung der befestigten, abflusswirksamen Flächen im Stadtgebiet.

Die Stadt Bayreuth weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass sie bei den nicht zurückgeschickten Erfassungsblättern davon ausgeht, dass die von der Stadtverwaltung ermittelten Flächen den Gegebenheiten entsprechen.

Die Dachflächen und befestigten Flächen werden bei Einleitung in die öffentliche Entwässerungsanlage ab Januar 2009 wie folgt angesetzt:

  • Klasse 1:
    Normaldächer und wasserundurchlässige Flächen werden mit 100 Prozent berücksichtigt.
  • Klasse 2:
    Gründächer und teildurchlässige Flächen werden mit 50 Prozent berücksichtigt.
  • Klasse 3:
    Stark durchlässige Flächen werden mit 25 Prozent berücksichtigt.

Versickert das Oberflächenwasser einer befestigten Fläche auf dem Grundstück oder wird es direkt in ein Gewässer eingeleitet, wird keine Niederschlagswassergebühr fällig. Beispiel: Entwässert eine Terrassenfläche vollständig in den Garten, ist für diese Fläche keine Niederschlagswassergebühr fällig.

Zisternen mit einem Fassungsvermögen von mindestens zwei Kubikmeter werden wie folgt Gebühren mindernd berücksichtigt:

Bei einer ausschließlichen Nutzung für die Gartenbewässerung werden pro Kubikmeter Zisternen-volumen 10 Quadratmeter der angeschlossenen Fläche abgezogen. Wird das Regenwasser der Zisterne sowohl für die Gartenbewässerung als auch im Privathaushalt genutzt, werden pro Kubikmeter Zisternenvolumen 5 Quadratmeter der angeschlossenen Fläche abgezogen. Wird das Regenwasser der Zisternen ausschließlich im Privathaushalt genutzt und damit Schmutzwasser erzeugt, so werden pro Kubikmeter Zisternenvolumen 2,5  Quadratmeter der angeschlossenen Fläche abgezogen.

Umweltfreundliches Verhalten kann sich lohnen

Mit der neuen Niederschlagswassergebühr kann sich umweltfreundliches Verhalten der Grundstückseigentümer mindernd auf die Gebühren auswirken. Wer wenig befestigte Flächen hat oder Oberflächenwasser nicht in die öffentliche Kanalisation einleitet oder das Niederschlagswasser in Zisternen zurückhält, wird bei der getrennten Abwassergebühr entsprechend begünstigt.

Wegen umfangreicher Vorarbeiten können die Bescheide für die Niederschlagswassergebühr rückwirkend zum 1. Januar 2009 erst im Frühjahr versandt werden. Nähere Informationen zur gesplitteten Abwassergebühr erhalten Sie direkt beim Stadtbauhof, Am Bauhof 5, Zimmer 14, oder im Internet.

>> Hier finden Sie ausführliche Informationen zur gesplitteten Abwassergebühr