Stadt Bayreuth

IM FOKUS

ONLINE-TERMINRESERVIERUNG

13.04.2011

GEWOG investiert 2,9 Millionen Euro in Bauprojekt am Wilhelmsplatz

Bis Ende des Jahres entstehen 15 attraktive Wohneinheiten unterschiedlicher Größenordnung

Die Wohnungsbau- und Wohnungsfürsorgegesellschaft der Stadt Bayreuth GEWOG investiert derzeit rund 2,9 Millionen Euro in ihr Wohn- und Geschäftshaus Wilhelmsplatz 2 / Friedrich-von-Schiller-Straße 11 in Bayreuth. Die 1960 errichtete Immobilie wird umfassend saniert und zu einem attraktiven Gebäude mit 15 Wohneinheiten, einer Gewerbeeinheit und einer Tiefgarage umgebaut.

Bei einem Pressegespräch im Rathaus informierten jetzt Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl, die beiden GEWOG-Geschäftsführer Uwe Prokscha und Dr. Gerhard Böhner sowie Vertreter des Architekturbüros Stiefler + Seiler über das Bauprojekt.

Die Immobilie am Wilhelmsplatz hat eine wechselvolle Geschichte. In der Endphase des Zweiten Weltkrieges wurden 1945 weite Teile des Bahnhofsviertels zerstört, darunter auch das um 1900 erbaute Gebäude Wilhelmsplatz 2. 1960 errichtete die GEWOG das Anwesen als Wohn- und Geschäftshaus neu. Bis 1994 war es Sitz der Geschäftsstelle der GEWOG, von 1994 bis 2007 beherbergte es die Geschäftsstelle des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. Seit 2007 steht die Gewerbeeinheit leer. Anfang 2009 schließlich beschloss der Aufsichtsrat der städtischen Wohnungsbau- und Wohnungsfürsorgegesellschaft, das Gebäude umfassend zu sanieren und umzubauen, um eine nachhaltige und langfristige Vermietung sichern zu können.

Attraktiver Wohnungsmix

Baubeginn für das Projekt, in das die GEWOG rund 2,9 Millionen Euro – davon 60 Prozent aus Eigenmitteln – investiert, war im Oktober vergangenen Jahres. Läuft alles nach Plan, so entsteht bis zum Jahresende ein äußerst attraktives Gebäude mit 15 Wohn- und einer Gewerbeeinheit sowie einer Tiefgarage mit acht Stellplätzen. Der Wohnungsmix sieht zehn 2-Zimmer-Wohnungen mit einer Wohnfläche von 55 bis 94 Quadratmetern, drei 3-Zimmer-Wohnungen (74 bis 116 Quadratmeter) und zwei 4-Zimmer-Wohnungen (jeweils rund 110 Quadratmeter) vor. Die Gewerbeeinheit erstreckt sich über zwei Etagen und ist 304 Quadratmeter groß.

Alle Wohnungen sowie die Tiefgaragenstellplätze sind über zwei Aufzüge zugänglich und barrierefrei. Durch energetische Maßnahmen wie beispielsweise die Dämmung der Fassaden und Geschossdecken sowie den Einbau einer Gasbrennwert-Heizung und einer Solaranlage zur Trinkwassererwärmung wird der aktuell gültige Neubaustandard deutlich unterschritten. Dementsprechend positiv sieht die Energiebilanz aus. Die Verantwortlichen rechnen mit 65 Prozent weniger Heizkosten. Der Ausstoß an Kohlendioxid wird sich nach Angaben der Architekten um rund 35 Tonnen im Jahr verringern.

Städtebaulicher Gewinn

Und auch aus städtebaulicher Sicht ist das Projekt ein Gewinn für Bayreuth, wie OB Dr. Hohl betont. Die Gestaltung des Gebäudes füge sich in die Bebauung der Umgebung ein und führe gleichzeitig die ursprünglich an dieser Stelle vorhandene gründerzeitliche Bebauung in der Sprache moderner, zeitgemäßer Architektur fort. Durch den Umbau des Dachgeschosses zu drei attraktiven und großzügigen Penthousewohnungen werden außerdem mehr als 300 Quadratmeter an zusätzlich vermietbarer Fläche geschaffen, so dass nun insgesamt 1.431 Quadratmeter Wohnfläche in bester Innenstadtlage zur Verfügung stehen.