Stadt Bayreuth

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12.05.2014

Gleichstrom-Passage: Stadt wehrt sich gegen Vorwurf der Untätigkeit

OB Merk-Erbe: „Alternativtrasse über Bayreuther Stadtgebiet ist absolut inakzeptabel“

Die Stadt Bayreuth hat mit Blick auf die Planungen einer Gleichstrom-Passage Süd-Ost bereits frühzeitig ihren erheblichen Widerstand bezüglich eines Trassenverlaufs über Bayreuther Stadtgebiet artikuliert. Die Stadt befindet sich im steten Austausch mit dem Landkreis Bayreuth. Im Zuge der anstehenden Bundesfachplanung wird sie sich erneut mit einer klar ablehnenden Stellungnahme zum Projekt Gleichstrom-Passage positionieren.

Mit dieser Klarstellung reagiert das Rathaus auf Kritik aus den Reihen der in Gründung befindlichen Bürgerinitiative Bayreuth Süd-Ost. „Vorwürfe, die Stadt sei hier untätig, gehen an der Realität völlig vorbei“, so Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe.

Bereits Anfang November vergangenen Jahres und damit deutlich vor Beginn der offiziellen Genehmigungsverfahren habe sie sich in dieser Angelegenheit an das Unternehmen Amprion gewandt und die erheblichen Bedenken der Stadt gegenüber einer möglichen Trassenführung über Bayreuther Stadtgebiet geltend gemacht. Anfang März erfolgte ein weiteres Schreiben an Amprion sowie an die Bundesnetzagentur mit erneut ablehnenden Stellungnahmen. Die Solidarität der Stadt gehört zudem auch dem Landkreis und den von den derzeitigen Planungen betroffenen Landkreisgemeinden in ihrem politischen Kampf gegen die geplante Gleichstrompassage.

Die aktuell vom Netzbetreiber Amprion favorisierte Vorzugstrasse tangiert das Bayreuther Stadtgebiet nicht. Nach wie vor steht aber eine alternative Trassenführung im Raum, die die Stadtteile Seulbitz und Wolfsbach streifen würde. Die Stadt erarbeitet derzeit zu dieser Alternativtrasse eine fachliche Stellungnahme für das weitere Genehmigungsverfahren, welche die negativen Auswirkungen der Planung auf die Belange der Stadt äußerst kritisch hinterfragt und die vom Stadtratsplenum zu beschließen sein wird. „Es ist völlig klar, dass eine solche Trassenführung für Bayreuth absolut inakzeptabel ist“, so die Oberbürgermeisterin. Die Stadt werde daher alle ihr rechtlich wie politisch zur Verfügung stehenden Möglichkeiten ausschöpfen, um eine solche Trassenführung zu verhindern.