Stadt Bayreuth

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10.06.2008

Graffiti-Bündnis wird erweitert

Initiatoren wollen auch auf sozialpädagogische Apekte setzen

Logo des Graffiti-Bündnisses BayreuthDas Graffiti-Bündnis Bayreuth (GBB) gewinnt an Fahrt: Am zweiten Treffen der Initiatoren im Rathaus beteiligten sich jetzt neben Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl, Mitarbeitern der Stadtverwaltung, der Staatsanwaltschaft, der Polizei, der Bayreuther Verkehrsbetriebe und der Autobahnmeisterei Trockau erstmals auch Vertreter der Telekom und der “FÄHRE” – Verein zur Förderung von Bewährungshilfe Bayreuth e.V. Das erklärte Ziel der Sitzung: Das Graffiti-Bündnis auszubauen und um sozialpädagogische Aspekte zu erweitern.

Dazu hatte sich das Bayreuther Graffiti-Bündnis Wolfgang Goß aus München eingeladen, der als Mitarbeiter von “Brücke München e.V.” über das Projekt “ProGraM” (Projekt Graffiti München) informierte. “ProGraM” ist ein Kooperationsmodell zwischen Polizei, Staatsanwaltschaft, Landeshauptstadt und dem Verein “Brücke”. Viele jugendliche Sprayer zwischen 14 und 21 Jahren, die von der Polizei gefasst werden und ihre Tat(en) zugeben, haben die Chance, einem Gerichtsverfahren zu entgehen. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft können diese Jugendlichen ihren Schaden wiedergutmachen, indem sie die von ihnen beschmierten Wände selbst reinigen. Sozialpädagogisch betreut werden die Jugendlichen vor, während und nach dieser Wiedergutmachungsaktion vom Verein “Brücke”, der dieses Programm zudem finanziell und materiell (Reinigungsmittel) unterstützt.

“Ein eindrucksvoller und Erfolg versprechender Ansatz, den wir uns auch in Bayreuth zunutze machen sollten”, so Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl. Daher macht sich jetzt auch das Graffiti-Bündnis Bayreuth auf die Suche nach einem Verein oder einer Institution, welche die Arbeit der “Brücke München” hier vor Ort übernehmen könnte. Denn mit diesem Programm könnte das GBB gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Zum einen müssten die Verursacher – wie vom GBB angestrebt – ihre Schmierereien selbst entfernen, zum anderen hätte die sozialpädagogische Betreuung einen langfristigen Effekt auf die Jugendlichen.

Oberbürgermeister Dr. Hohl und Norbert Will, Leiter des Hochbauamtes, appellieren in diesem Zusammenhang an alle Bayreuther Bürgerinnen und Bürger, der Polizei oder dem Hochbauamt Graffiti-Schmierereien unverzüglich zu melden, damit diese so schnell wie möglich entfernt werden können. Die Telefonummern:

Polizei
Tel.: (09 21) 506 – 21 60 (Herr Rochholz) oder 506 – 21 21 (Herr Kollross)

Stadt Bayreuth / Hochbauamt
Tel.: (09 21) 25 15 64 (Herr Will)

Autobahnmeisterei Trockau
Tel.: (09 21) 98 86 – 330 (Herr Stricker)