Stadt Bayreuth

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20.02.2013

Große Nachfrage nach Betreuungsplätzen

Ein Besuch im Städtischen Kindergarten „Grashüpfer“ am Tag der Anmeldung für das kommende Betreuungsjahr

Kindergartenleiterin Yusu (links) mit Der Anmeldetermin für das kommende Betreuungsjahr in Bayreuths Krippen, Kindergärten, Schülerhorten, Häusern für Kinder und im Netz für Kinder fand am Dienstag, 19. Februar, direkt in den Einrichtungen statt. Ein Besuch bei den „Grashüpfern“ zeigte, wie der Tag für die Kindergärten verlief und welche Sorgen sich die Erziehungsberechtigten machen.

Für den Städtischen Kindergarten „Grashüpfer“ hieß es ebenfalls wie für alle anderen Betreuungsinstitutionen am 19. Februar, von 8 Uhr bis 12 Uhr und von 14 Uhr bis 16 Uhr, Anmeldungen für das anstehende Betreuungsjahr entgegenzunehmen. Frau Yusu, die Leiterin der Kindertagesstätte, empfing bereits im Vorfeld etwa zehn Eltern, die sich die Einrichtung ansehen wollten. Diese Option bestand für diejenigen, die am Anmeldetag verhindert waren. Am Tag selber konnte die Leiterin rund 30 Anmeldungen für die Bereiche Kindergarten, Betreuung von Schulkindern nach dem Unterricht und Krippenplatz verbuchen.

„Insgesamt rechnen wir mit etwa 600 bis 800 Anmeldungen in diesem Jahr.“, so Matthias Grätz vom städtischen Jugendamt Bayreuth. Diese Zahl umfasst auch Unter-Drei-Jährige, die ab September in eine Betreuungseinrichtung gehen werden.

Krippenausbau wird intensiv vorangetrieben

Da viele Kindertagesstätten mittlerweile Engpässe beklagen, müssen manche Eltern fürchten, keine Unterbringungsmöglichkeit in ihrem Wunschkindergarten mehr zu bekommen. Infolgedessen gab es wieder viele Doppelanmeldungen.

Der Krippenausbau wird aufgrund des Platzmangels auch in der Stadt Bayreuth intensiv vorangetrieben. In Kürze beziehungsweise bis zum Sommer werden die Krippen des Kinderhauses St. Vinzenz in der Maxstraße und die Evangelische Kindertagesstätte Dammallee mit Kindergarten und Krippe fertig gestellt sein. Ebenfalls vormerken lassen kann man sich bereits für die Krippenerweiterungen der Evangelischen Kindertagesstätten Laineck und Werner-Siemens-Straße sowie für die städtische Krippe „Grashüpfer“ in der Graserstraße, deren Fertigstellung jeweils bis zum Jahresende geplant ist. Als ganz neuer Träger einer Bayreuther Kindertagesstätte mit insgesamt 74 Betreuungsplätzen im Bereich Krippe, Kindergarten und Hort tritt das Bayerische Rote Kreuz im Alten Städtischen Krankenhaus an der Dr.-Franz-Straße auf den Plan. Auch hier ist die Aufnahme von Kindern ab dem Jahresende geplant. Ergänzt wird das Angebot durch eine Krippe für Kinder von Studierenden der Universität Bayreuth im Kolpinghaus Bayreuth ab Herbst 2013.

Besprechung zur Vergabe der Betreuungsplätze am 7. März

Welches Kind in welcher Einrichtung einen Platz zugewiesen bekommt, wird am 7. März geklärt. Dann treffen sich Vertreter aus dem Jugendamt und alle Leiterinnen der Bayreuther Kindertagesstätten, um gemeinsam zu klären, wie die Verteilung der begehrten Kindergartenplätze geregelt sein wird. Bis dahin werden alle Anmeldelisten abgeglichen, um Doppelanmeldungen zu registrieren.

Frau Yusu von der Kindertageseinrichtung „Grashüpfer“ berichtet, dass allerdings weniger die Sorge um einen Platz eine Belastung für die Eltern sei, sondern dass viele sich vermehrt Gedanken über den zukünftigen Alltag der Kinder machten: „Meistens wollen die Eltern wissen, wie die Regelungen in dem Kindergarten aussehen und was es zu essen gibt.“ Eine der Erziehungsberechtigten hatte beispielsweise Bedenken, dass die Tochter wegen ihrer Schüchternheit Schwierigkeiten haben würde, sich in die Gruppe einzugliedern. Als das kleine Mädchen allerdings am Anmeldetag kurz unter Kindern war, fielen alle Hemmungen und es wurde gemeinsam gespielt.

„Deswegen ist der Anmeldetag zum Betreuungsjahr auch so wichtig: Man kann sich vor Ort einen Eindruck verschaffen und alle für einen persönlich interessanten Einrichtungen anschauen, ohne viele Urlaubstage nehmen zu müssen“, so die Leiterin.

Die hochschwangere Frau Wolf, Mutter der kleinen Aileen, empfiehlt anderen Eltern für die Zukunft verschiedene Meinungen zu den relevanten Kindergärten einzuholen und das Angebot, mehrere Einrichtungen zu beurteilen, wahrzunehmen. Sie habe die richtige Wahl getroffen und wird, vorausgesetzt sie bleibt im gleichen Stadtteil wohnen, auch ihre zweites Kind zu den Grashüpfern schicken.