Stadt Bayreuth

23.12.2009

Gründerszene St. Georgen

Ein Stadtteil bietet beste Möglichkeiten

Existenzgründerszene und Kreativwerkstatt – diese beiden Begriffe sollen nach dem Willen der Verantwortlichen der Stadt Bayreuth ganz eng mit dem Stadtteil St. Georgen verbunden sein.

Die lange gewerbliche Tradition des Viertels (beginnend mit den Fayencen-Manufakturen der Markgrafen) hat dort mittlerweile zur Bildung einer attraktiven Kleingewerbeszene geführt. Der barocke Straßenmarkt ist weitgehend erhalten, historisch bedeutende Gebäude stehen dort, die Grundstrukturen der einstigen Stadtgründung sind noch gut erkennbar.

Die Stadt Bayreuth unterstützt die Entwicklung im Rahmen der Wirtschaftsförderung mit Existenzgründeraktivitäten und dem Schaffen von Netzwerkstrukturen. Im „Prinzessinnenhaus“ haben sich beispielsweise Unternehmen aus der IT-Branche, dem Druck- und Werbebereich sowie dem Dienstleistungssektor niedergelassen und eine attraktive Standortgemeinschaft gebildet. Das Gewerbezentrum St. Georgen 15, direkt am Straßenmarkt gelegen, ist ein attraktives Objekt mit umfangreichen Dienstleistungs-, Gewerbe- und Lagerflächen für Unternehmen aus den verschiedensten Branchen. In der ehemaligen Schokoladenfabrik ist unter maßgeblicher Beteiligung des Vereins Kulturkraft an ein Zentrum für Jugend, Sport und Kultur gedacht.

Und dann die „Gründeretage“ in der Bernecker Straße 11, wo attraktive Büroflächen zu günstigen Konditionen Existenzgründern den Weg in die Selbstständigkeit erleichtern sollen. „Mark Beyer und Stefan Dressel mit ihrem Institut für Existenzgründung zum Beispiel passen in dieses Profil“, sagt Fredy Schmidt aus dem Amt für Wirtschaftsförderung. In der Etage, die vom städtischen Grundstücksamt vermietet wird, könnten weitere Impulse für St. Georgen entstehen.

Schmidt über die Verweildauer der jungen Unternehmen: „Es wäre nicht klug, diese pauschal etwa auf zwei Jahre zu begrenzen, weil erfahrungsgemäß gerade dann auf einzelne ‚Startups‘ Belastungen, wie die Tilgung von Existenzgründerkrediten, zukommen, die wir nicht auch noch vergrößern müssen, indem wir die Unternehmer dazu zwingen, sich eine neue Bleibe zu suchen.“